Kategorien
Aktuell

Der zunehmende Hass in der Gesellschaft ist eine Folge der Politik

In einer Diskussion, die in der Dresdner Frauenkirche aktuell stattfand, diskutierten Experten über die Ursachen der zunehmenden Gewalt gegen Politikern und der allgemeinen Verrohung des gesellschaftlichen Klimas.

Dieses Thema beschäftigt mittlerweile nicht mehr nur eine Minderheit der Bürger. Vielmehr scheint im Zusammenhang mit der bevorstehenden Wahl zum europäischen Parlament eine regelrechte Hysterie entfacht worden zu sein. Es ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zufällig, dass in einem Artikel der Sächsischen Zeitung in Dresden der Bericht über diese Veranstaltung mit der Überschrift „Sachsens Radikale werden immer dreister“ aufgemacht worden ist. Diese Überschrift ist im Grunde genommen bereits eines der vielen Zeichen, warum sich das Klima in der Gesellschaft immer mehr unerträglich verändert. Sie intendiert nämlich, dass hier eine bestimmte politische Gruppe sich das Unrecht herausnimmt, immer dreister zu werden. Und natürlich sind hier – ohne dass dies in der Überschrift explizit formuliert ist – die sogenannten Rechtsextremen gemeint.

In dem sogenannten Sachsen-Monitor wurde nach Auffassung der Jura-Professorin und Beiratsvorsitzenden des Sachsen-Monitors, Contanze Geiert festgestellt, dass 20 bis 30% der sächsischen Bürger in Sachsen für menschenfeindliche Einstellungen verfänglich seien. Es wird ein Rückgang des Vertrauens in die demokratischen Institutionen z. B. der Bundesregierung und die Gerichte beklagt.

Es ist schon eigenartig. Da machen sich vermeintlich ausgewiesene Experten auf den Weg, um die Frage zu beantworten, woher der Verdruss in der Bevölkerung kommt. Sie scheinen noch gar nicht bemerkt zu haben, dass ein Großteil der Unzufriedenheit und auch der Aggression bei vielen Bürgern eben von den Politikern selbst produziert wird. Nehmen wir die Sprache als ein Beispiel. Glauben diese Politiker wirklich, dass sich freie und selbstdenkende Bürger auf Dauer vorschreiben lassen, wie sie zu sprechen haben? Glauben die Politiker wirklich, dass sie mit Hilfe der neuen Garde der jungen, dynamischen aber vor allen Dingen politisch linksstehenden Journalisten sich das Gendern aufdrücken lassen ohne irgendwann einmal aggressiv zu werden und sich eine solche Übergrifflichkeit verbitten?

Was heißt es, wenn festgestellt wird, dass eine fremdenfeindliche und eine antisemitische Einstellung der Bürger immer stärker zu beobachten sei? Könnte es vielleicht daran liegen, dass die Maßstäbe, was als fremdenfeindlich und antisemitisch bezeichnet wird, einfach so weit heruntergeschraubt worden sind, so dass bereit eine Bemerkung, dass man sich doch erst einmal um die eigenen Bürger im Lande kümmern sollte, bereits als ein fremdenfeindlicher Tatbestand angesehen wird? Könnte die Zunahme einer angeblichen antisemitischen Einstellung der Bürger auch im Zusammenhang mit der Situation in Palästina stehen, wo nach einem brutalen Übergriff ca. 2.500 israelische Bürger getötet und entführt wurden, inzwischen aber ca. 35.000 Palästinenser umgebracht wurden und ihr Leben verloren haben?

Wenn man die Zeitungen liest und den Rundfunk hört, dann scheint es nur eine Partei zu geben, die geradezu das Böse auf dieser Welt darstellt und die man zu bekämpfen hat. Die gleichen Zeitungen und Rundfunksender thematisieren aber nicht, wie die sogenannten demokratischen Parteien alles unternehmen, diese Partei an ihrem parlamentarischen Auftrag, der ihr von den Wählern erteilt wurde, zu hindern, indem man sie von Vorsitzen in Parlamentsausschüssen fernhält, ihnen kein Sitz im Bundestagspräsidium zugesteht. Warum wundern sich dann diese Politiker und ihre wissenschaftlichen Berater, warum das Vertrauen der Bürger in staatliche Einrichtungen schwindet?

Wie kommt es, dass immer in Zeiten vor Wahlen plötzlich und unerwartet Anfangsverdachte gegen eine Opposition erhoben werden, die dann nach den Wahlen in der Regel unbegründet gewesen sind?

Es wird höchste Zeit, dass die immer stärker werdende Kanalisierung des Denkens dazu führt, dass sich viele Bürger nicht mehr trauen, gegenüber Dritten offen ihre Meinung zu äußern. Und so ganz nebenbei, wenn die Bürger dann auch noch feststellen, dass die Politik dieser sich demokratisch nennenden Parteien mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Niedergang in Deutschland geführt hat, sollten sie dann noch Vertrauen zu diesen Politikern haben? Die Bürger reagieren viel pragmatischer als viele Politiker, die gar nicht mehr merken, dass sie am Volk vorbeiregieren. Sie wenden sich von Politikern ab, die sich nur durch Phrasen auszeichnen und vergessen, dass sie die Interessen des Volkes, also ihrer Mitbürger zu vertreten haben.



Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten
Studium Sozialarbeit
AKAD Management-Fernstudium
Ergänzungsstudium Wirtschaftsphilosphie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert