Der Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher erhielt im Deutschlandfunk ein Podium, den wirtschaftlichen Zustand des Landes und die daraus folgenden Konsequenzen umfangreich darzulegen.
Eigentlich ist das, was heute wieder einmal ausführlich erklärt wurde nichts Neues und war erst recht keine neue Erkenntnis. Aber offensichtlich gehört es zu den Aufgaben von Fratzscher, den Bürgern in Deutschland zu erklären, warum sie den Gürtel enger schnallen müssen und warum dringender Handlungsbedarf besteht – allerdings nicht in Kreisen, in den sich Fratzscher bewegt.
Die „demokratischen“ und „nichtdemokratischen“ haben den Bürgern das Blaue vom Himmel versprochen. Die „demokratischen“ Parteien, dass dass man weiter umverteilen könne, dass alles so weitergehen kann wie bisher, die „nichtdemokratischen“ Parteien meinen, dass sogar Steuersenkungen möglich seien. Abgesehen davon, welche neue wissenschaftliche Kategorie dieser Wirtschaftswissenschaftler mit den Begriffen „demokratisch“ und „nichtdemokratisch“ hantierte, vielleicht gehört aktuell zu den Wirtschaftswissenschaften auch die ideologische Einordnungen von Parteien, zeigte diese pauschale Mainstream-Meinung, dass man von Fratzscher zumindest bei dem Interview keine wissenschaftlichen Ausführungen erwarten sollte.
Das düstere Bild, das Fratzscher von der aktuellen wirtschaftlichen Lage zeichnete, war durchaus zutreffend. Die wirtschaftliche Situation unseres Landes muss auch nicht mehr den Bürgern dargelegt werden, da diese selbst unter den Auswirkungen leiden. Zweidrittel der Bürger, so Fratzscher, seien der Auffassung, dass dieser Sozialstaat nicht mehr finanzierbar sei. Es sei durchaus richtig, dass jetzt über die Bereiche Teilzeit, Einschränkungen bei der Zahnbehandlung und zusätzliche Besteuerung von Miet- und Finanzeinkünfte nachgedacht werde, um u.a. die Renten,- Kranken- und Pflegeversicherung noch finanzieren zu können. Auch ein besonderer Soli, der von Rentner mit hohen Renten erhoben werden sollte, wäre ein Mittel, um die soziale Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten. Die Diskussion und natürlich dann die Umsetzung solcher Maßnahmen gehören zur Ehrlichkeit der Politik. Die weitere Entwicklung, ohne dagegen zu steuern, würde dazu führen, dass die Beitrage für die Sozialversicherung bei den Bürgern auf bis zu 50% ihres Einkommens steigen werden. Eine immer größere Umverteilung von jungen Menschen zu den Altern ist aktuell zu verzeichnen. Hinzu kommen die zusätzlichen Aufwendungen, die durch die Schuldenaufnahme der Regierung auf die Bürger in Form von Zinszahlungen zukommen. Fratzscher wies darauf hin, dass jetzt zusätzlich 5 Millionen Menschen aus den geburtenstarken Zeiten mehr hinzukommen, als neu geboren werden. Zusätzlich besteht das Problem, dass die Personen, die jetzt in Rente gehen werden, oft in die Altersarmut fallen, da sie nur sehr geringe Rentenansprüche haben.
Natürlich ist dieser Befund nicht falsch, er verschweigt aber die Ursachen und er verschweigt auch, warum eine kurzfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Lage möglich wäre, wenn man dies wirklich wollte.
Dass die zukünftigen Rentner teilweise direkt in die Altersarmut kommen, ist das Ergebnis der Politik der Politiker, die aktuell immer noch regieren. Es ist das Ergebnis der CDU, der SPD, die Deutschland nun schon mit unterschiedlichen Konstellationen regieren und diesen Flurschaden angerichtet haben. Unmittelbar nach der Wende – gemeint ist die sogenannte Wiedervereinigung beider deutschen Staaten – wurden die Einkommen dramatisch gesenkt. Es wurden prekäre Arbeitsverhältnisse geschaffen, die sich natürlich auch auf den Rentenverlauf auswirkten. Große Teile der Bevölkerung aus der ehemaligen DDR wurden in ABM-Arbeitsverhältnisse gedrängt, die dazu führten, dass nur minimale Rentenansprüche entstehen konnten, von Eigenzusatzsicherung ganz zu schweigen.
Die Beteiligung Deutschlands an den Kriegen der Welt, nicht zuletzt in der Ukraine, verursachte ein finanzielles Ausbluten zu Lasten der deutschen Bevölkerung. Die Zuwanderung von Personen, die keinesfalls den deutschen Arbeitsmarkt bereicherten, führte zu Milliarden Aufwendungen, die teilweise zu Lasten der Sozialversicherung gegangen ist und eben nur die sozialversicherten Bürger zusätzlich zur Kasse gebeten wurden. Man sollte einmal Herrn Fratzscher fragen, wie dessen Rentenhöhe einmal aussehen wird und über welche Vermögenszuwächse er selbst aktuell verfügen kann.
Der größte wirtschaftliche Zusammenbruch wurde ebenfalls von den sogenannten „demokratischen“ Parteien verursacht, in dem sie eine vermeintliche Umweltpolitik betrieben, die nichts mit Umwelt, sondern nur mit Geldgenerieren zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung etwas zu tun hat und zudem die Industrie aus Deutschland zu großen Teilen vertrieben hat.
Nicht zuletzt sollten die hohen Kriegsaufwendungen betrachtet werden, die angeblich notwendig seien, weil der Russe offensichtlich bereits kurz vor Berlin steht.
Über diese Ursachen hörte man von dem Wirtschaftswissenschaftler nichts. Vielleicht sollte man erst einmal damit beginnen, dass die gegenwärtige von den „demokratischen Parteien“ bestimmte Regierung dafür sorgt, dass die Geldverbrennung beendet wird, bevor man wieder den „hart arbeitenden Bürgern“ in die Tasche greift. Und vielleicht können Leute, wie Herr Fratzscher, einmal überlegen, ob sie sich nicht selbst an einem Soli beteiligen, damit sie ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit setzen.
So kann der „Normalbürger“ so er aktuell überhaupt noch auf Ausführungen im Deutschlandfunk hört, nur noch wütend werden und feststellen, es sind immer die Gleichen, die meinen, die Anderen müssen einen finanziellen Zusatzbeitrag leisten. So wird unsere Gesellschaft nicht vorankommen, sondern aufhören, überhaupt noch als gemeinsames Volk zu existieren.