Das Interview in der ZDF‑Sendung „heute“ mit dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Marc Frings, spiegelte die typische Haltung der gegenwärtigen katholischen Kirche wider. Frings beklagt, dass auch katholische Kirchenmitglieder zunehmend die AfD wählen, obwohl sie seiner Ansicht nach wissen müssten, dass diese Partei mit dem Christentum nicht kompatibel sei.
Auf den Hinweis der Moderatorin, dass die Kirche mit ihrer Haltung eine große Zahl von Menschen ausgrenzt, erwidert Frings, es gebe durchaus Gesprächsebenen, um mit AfD‑Mitgliedern im Austausch zu bleiben. Im gleichen Atemzug stellt er jedoch fest, dass es sich bei der AfD um eine „menschenfeindliche“ Organisation handele, mit der die Kirche nichts gemein haben könne. Dazu gehört für ihn auch, dass AfD‑Mitglieder – und erst recht ihre Repräsentanten – keine Kirchenämter, weder haupt‑ noch ehrenamtlich, ausüben dürfen.
Die katholische Kirche hat jedoch aktuell keine Probleme damit, dass Vertreter der Partei Die Linke auf dem Katholikentag auftreten und dort erklären, man müsse gegen die AfD vorgehen.
Merkt der Generalsekretär nicht die Widersprüchlichkeit seiner Worte? Und merkt er nicht, wie er damit Kirchenmitglieder „aus dem Tempel“ treibt? Vielleicht sollte Herr Frings einmal das Neue Testament bemühen und sich intensiver mit der Bergpredigt befassen.