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Die EU schafft sich ab  

Die Sitzung des EU-Parlaments könnte in die Geschichte der EU eingehen. Allerdings wird dies kein Ereignis sein, über das spätere Genrationen in Europa mit Begeisterung reden werden. Vielmehr ist das einer der vielen Sargnagel der EU, die systematisch an ihrer eigenen Demontage arbeitet. Mit 340 Ja-Stimmen und 279 Nein-Stimmen bei 21 Enthaltungen haben die Abgeordneten des Europaparlaments die technische Innovation in der Entwicklung von zukunftsfähigen Kraftfahrzeugen beendet. Von 2035 sollen, bis auf wenige Ausnahmen, keine Kraftfahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor zugelassen werden. Dies betrifft auch Kraftfahrzeuge, die mit einem synthetischen Kraftstoff betrieben werden können. Die Abgeordneten glauben, dass allein die batteriegetriebenen Fahrzeuge noch eine Zukunft haben, so dass dann alles auf diese Antriebsart umgestellt werden soll.

Wie schön, dass dann Europa, sofern die europäischen Staaten dieser schwachsinnigen Entscheidung überhaupt folgen werden, die Luft sauber sein soll. Dass durch die Herstellung der Batterien, insbesondere durch die Förderung der für die Batterien notwendigen hochwertigen seltenen Erden große Umweltschäden in den Förderländern verursacht werden und dass eines Tages alle Fachleute fragen werden, wie man den ganzen Batteriemüll entsorgt, interessiert diese Abgeordneten nicht. Die Schäden sind glücklicherweise nicht in Europa sichtbar.

Was bedeutet dieser Beschluss, wenn er von allen europäischen Staaten übernommen wird? Die Folgen kann man bereits jetzt sehr gut beschreiben, sie werden aber für die EU zu einem Offenbarungseid führen, weil ein großer Teil der industriellen Produktion dauerhaft, heute würde man sagen nachhaltig, vernichtet wird. Natürlich werden tausende von Arbeitnehmern in den Automobilfirmen und in den Zulieferbetrieben ihre Arbeit verlieren. Es ist kaum anzunehmen, dass der Abbau der Arbeitsplätze durch Neuschaffung von anderen Arbeitsplätzen ausgeglichen werden kann. Das Wetterleuchten des Arbeitsplatzabbaus kann jeder bereits jetzt in Köln sehen, wo die Firma Ford bereits über dreitausend Arbeitsplätze gestrichen hat. Der größte Anteil dieser Arbeitsplätze betrifft den Entwicklungsbereich, so dass damit sichergestellt ist, dass mit neuen Entwicklungen in Deutschland auf dem Kfz-Markt nicht mehr gerechnet werden kann.
Dieser Beschluss wird dazu führen, dass sich immer weniger qualifizierte junge Menschen finden werden, die ein Studium der Kfz-Technik anstreben, so dass die Kenntnisse auf diesem Gebiet, in denen Deutschland bisher weltweit führend war und Maßstäbe setzte, erlöschen werden.

Wer glaubt, dass die EU hier weltweit ein Signal in Richtung des sogenannten Umweltschutzes gesetzt hat, der ist mehr als naiv. Die EU hat vielmehr der USA, China und anderen Staaten die Voraussetzungen geschaffen, dass zukünftig Kraftfahrzeuge dort gebaut und entwickelt werden. Eines Tages wird dann Europa diese Fahrzeuge importieren, weil man keine eigenen Fahrzeuge mehr herstellen kann. Es ist ein Unsinn zu glauben, dass mit dem Beschluss der EU-Parlamentarier das Ende des Verbrennungsmotors eingeläutet ist. Richtig ist, dass in den USA, Afrika, Südamerika aber auch in China und in Russland weiter Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gebaut und gefahren werden und Neuentwicklungen insbesondere was umweltfreundliche Antriebsarten betrifft, erfolgen werden. Europa wird dann nicht mehr dabei sein. Aber dies ist ja auch nicht das erste Mal, erfolgt. Die Magnetbahn wurde in Deutschland entwickelt und jetzt von den Chinesen gebaut und betrieben. In der Solartechnik war Deutschland führend. Jetzt erfolgt die Produktion überwiegend in China.

Die großen deutschen Kfz-Hersteller wie zum Beispiel VW und Daimler-Benz erzählen den deutschen Bürgern, sie würden keine Verbrenner mehr bauen, weil dies nicht mehr zukunftsfähig seien, verschweigen, dass sie weiter Kraftfahrzeuge bauen, allerdings nicht mehr in Deutschland.

Ein unbedarfter Bürger in Deutschland aber auch in anderen europäischen Staaten könnte fast glauben, dass hier wieder einmal die USA im Hintergrund die Regie führen. Denn sie sind es in erster Linie, die von dem Beschluss des Europaparlaments profitieren werden.
Die einzige Hoffnung für Europa ist, dass sich die EU selbst abschafft, so dass die europäischen Staaten wieder Luft bekommen, um kreativ die Zukunft in Europa ohne die Reglementierung durch eine Brüsseler Bürokraten-Behörde, gestalten zu können.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass die Bevormundung von Völkern nur eine begrenzte Zeit funktioniert und die nationalen Staaten schließlich doch darauf bestehen, wieder souverän eigenständig handeln zu können. Das wird auch in Europa wieder so eintreten.

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten
Studium Sozialarbeit
AKAD Management-Fernstudium
Ergänzungsstudium Wirtschaftsphilosphie

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