Im Deutschlandfunk brachte der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter zum Ausdruck, dass Deutschland alles unternehmen müsse, um die Ukraine im Kampf gegen Russland zu unterstützen und zu stärken. Kiesewetter nahm Stellung zu dem Besuch des Bundeskanzlers in der Ukraine. Aus seiner Sicht hängt jetzt die Stabilität der EU auch von der Stabilität der deutschen Bundesregierung ab. Der Kanzler habe wieder gezeigt, dass er „die Zügel“ in der Hand hält, damit sei auch die Diskussion bezüglich Merz beendet.
Mit seinem Besuch in der Ukraine hat Merz ein klares Signal auch in Richtung der Ukraine gerichtet. Er habe sich eindeutig zugunsten der Ukraine positioniert. Putin habe wieder gezeigt, dass er an einen Frieden nicht interessiert sei, deshalb müssen wir daran festhalten, die Ukraine weiter zu unterstützen. Der Journalist des DLF warf ein, dass alles doch sehr nach einer Durchhalteparole klingt. Wenn ein Kanzler sich so ausdrückt, dann zeigt das doch nicht die Stärke, sondern seine Schwäche.
Kieswetter räumte darauf ein, dass wir – es stellt sich die Frage, wen er mit „wir“ meint – zu lange gezögert haben Es sei ein Fehler gewesen, dass die CDU während der Landtagswahlkämpfe das Thema Ukraine zu sehr in den Hintergrund gestellt habe, um nicht die AfD zu stärken. Jetzt müsse auch die Bevölkerung, die teilweise nicht mehr bereit sei, die Ukraine im bisherigen Maße weiter zu unterstützen von der Notwendigkeit dieser Maßnahme überzeugt werden. Auch wenn es Geld kostet, müsse „die Demokratie bereit sein, zu siegen“, meinte Kiesewetter. Dies sei wichtig „in einem Krieg, den Russland gegen uns führt“, so die Worte dieses Politikers.
Man muss sich nun doch die Frage stellen, ob dieser Politiker wirklich glaubt, dass wir mit Russland Krieg führen. Dabei verwies er aktuell auf die seiner Meinung nach gute Einstellung von Pistorius und Klingbeil. Bei einer solchen Auffassung eines Politikers, bei dem man denken könnte, er möchte möglichst schnell eine militärische Entscheidung gegen Russland erreichen, kann es einem nur noch Angst werden.
Warum reagiert Russland gegenüber Deutschland? Wenn Deutschland eine solche Politik betreibt, wie sie der Herr Kiesewetter fordert, dann muss man sich doch nicht wundern, wenn Russland darauf reagiert. Und wenn Kiesewetter immer wieder behauptet, unsere Freiheit werde durch die Ukraine gesichert, dann muss man diesem Herrn sagen: Die Wiedervereinigung Deutschlands ist nicht von der Ukraine durchgesetzt, sondern wesentlich durch Russland möglich geworden. Im Gegensatz zu den USA, die nach wie vor, Truppen in Deutschland stationiert haben, haben die Russen ihre Truppen vollständig aus Deutschland abgezogen.
Insofern war es auch eine politische Geschmacklosigkeit des Kanzlers, ausgerechnet zum Zeitpunkt des Tages der deutschen Einheit Deutschlands in die Ukraine zu reisen, um dort Zusagen für eine weitere militärische Unterstützung zu machen.
Es ist doch kein Wunder, wenn ein deutscher Politiker ständig davon redet, die Ukraine gegen Russland zu stärken, dass Russland nicht tatenlos dem Treiben zusieht.
Wenn jetzt die Nachrichtendienste darauf hinweisen, dass Deutschland in Gefahr steht, von Russland angegriffen zu werden, dann haben sie vergessen, dass deutsche Politiker selbst immer wieder provozieren und Waffen und Geld in die Ukraine schicken.
Wenn im Fernsehen den Bürgern geraten wird, sie sollen weiter für die Unterstützung in der Ukraine eintreten, dann kann man nur noch laut sagen: Nein, genau das ist der falsche Weg. Die deutschen Bürger müssen sich gegen die Politiker wenden, die sie gegen ihren Willen in einen Krieg hineinziehen, mit dem Deutschland ursprünglich nichts zu tun hatte.
Es wird höchste Zeit, sich massiv gegen jegliche Kriegsaufrufe zu wenden und darauf zu dringen, dass sich die deutschen Politiker nicht um die Ukraine zu kümmern haben, sondern um die vielfältigen Probleme, die es in Deutschland gibt. Politiker wie Roderich Kiesewetter, sollten nicht mehr als Bundestagsabgeordnete aufgestellt werden. Die Bürger wollen keinen Krieg, sie wollen Frieden und das sollte auch ein Politiker wie Roderich Kiesewetter endlich verstehen. Jetzt hilft nur noch eine aktive Kriegsverweigerung der Bürger.