Es war keine Glanzleistung, die Neujahrsbotschaft unseres Bundeskanzlers. Ein lustlos wirkender Friedrich Merz mit einem Gesicht, als wenn er die Ansprache bei einer Trauerfeier halten müsste, versuchte den „Bürgern und Bürgerinnen“ zu vermitteln, dass alles besser werden könne, wenn man nur mehr Vertrauen hätte.
Was Friedrich Merz seinen Mitbürgern bot, war eine Ansammlung der allseits bekannten Problemfloskeln, die den Bürgern aktuell bereits aus dem Halse heraushängen. Natürlich durfte auch die Ukraine nicht fehlen, denn wenn man den Politikern glauben sollte – was die wenigsten Bürger mittlerweile machen – dann wird ja dort unsere Freiheit verteidigt und das Schicksal Deutschlands und der ganzen EU hängt letztlich davon ab, ob es gelingt, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnt.
Mit keinem Wort vermittelte Merz eine positive Aufbruchsstimmung, dass die wahnsinnigen Schulden, die er selbst zu verantworten hat, Deutschland nicht endgültig in den Abgrund treiben. Es war auch nichts zu hören, wie der Exodus der Industrie aus Deutschland aufgehalten und möglichst wieder umgekehrt werden soll. Merz war auch nicht bereit oder vielleicht auch nicht in der Lage zu erläutern, wie es mit der EU überhaupt weitergehen soll. Was geschieht mit der Währung, wenn immer mehr Länder Mitglied der EU werden, die erst einmal gründlich saniert werden müssen, damit sie einen Mindeststandard der EU überhaupt erst erreichen. Und was gedenkt die Regierung zu tun, damit die Blockade in der Politik durch den antifaschistischen Brandmauerwall beendet werden kann, damit wieder politische Entscheidungen zum Wohle des deutschen Volkes getroffen werden können.
Leider war nichts von diesem Kanzler zu hören. Was bei vielen Mitbürgern bleibt, war ein Kanzler, der offensichtlich selbst nicht weiß, wie er aus seinem selbst verschuldeten Dilemma herauskommen kann.
Schade, das war kein guter Abschluss für das alte Jahr und erst recht kein guter Neuanfang für 2026.
Wer Orientierung geben soll, darf nicht selbst im Nebel stehen. Vielleicht kann ihn die alternative Opposition helfen, den Nebel etwas zu lichten.