Die AfD hat einen Werbespot veröffentlicht, der sich deutlich von den üblichen Parteiwerbungen unterscheidet. Der Spot mit dem Titel „Alles ist möglich“ richtet sich besonders an junge Menschen. Der Satz „Gestern ist gestern – jetzt kommt der Aufbruch“ ist ein Volltreffer. Die musikalische Wiederholung hämmert die Botschaft regelrecht ins Bewusstsein: einfach, verständlich, emotional. Er trifft die Hoffnung vieler Menschen auf eine andere Politik, die wieder mehr Zufriedenheit ermöglichen soll. Der Spot fordert dazu auf, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf das Neue zu konzentrieren, das die Partei ihren Wählern verspricht – ohne dies direkt auszusprechen.
Er funktioniert, weil er:
- Vergangenheit abschneidet
- Zukunft öffnet
- Schuldfragen vermeidet
- Hoffnung erzeugt
- Identifikation ermöglicht
Das ist Werbetechnik auf hohem Niveau.
Demgegenüber hat auch die SPD einen emotionalen Werbespot veröffentlicht, in dem der Vorsitzende Lars Klingbeil versucht, seine Wähler anzusprechen. Er verbindet seinen Beitrag jedoch mit einem Angriff auf Menschen, die Rolex‑Uhren tragen oder Porsche fahren, und stellt diese Personen in eine kriminelle Ecke. Damit macht die SPD genau das Gegenteil von dem, was die AfD vermeidet: Die AfD weckt Hoffnungen, die SPD moralisiert und erzeugt Schuldgefühle.
Was besser ist – das werden die Wähler auf ihrem Stimmzettel entscheiden.