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Atomkraft hat wieder eine Zukunft, was man von der EU nicht sagen kann

Reuters berichtete heute, daß Frankreich und die osteuropäischen Staaten in Brüssel bezüglich des Einsatzes der Atomkraft als grüne Energie vollendete Tatsachen schaffen wollen. „Das wäre der Super-GAU für Europas Energiewende“, sagte Giegold. Die Folgen wären auf dem Feld der Finanzen schnell spürbar: „Das Ergebnis wäre eine Entwertung aller neuen Finanzprodukte, die den Green Deal in Europa voranbringen sollten.“ Stattdessen werde dann mehr öffentliches und auch privates Geld in Richtung neuer Atomkraftwerke gelenkt.

Glücklicherweise wird jetzt bemerkt, daß es ein Irrsinn ist, alle Energieträger abzuschalten und zu meinen, man könne allein mit Windenergie die Energiewende herbeiführen. Jetzt zeigt sich, daß die sogenannten Grünen vor einem Energiescherbenhaufen stehen, den sie zusammen mit der alternativlosen Frau Merkel, deren offensichtliches Ziel war, Deutschland als Industrieland zu demontieren, angerichtet haben. Wie fortschrittlich diese – glücklicherweise jetzt ehemaligen – Bundeskanzlerin Merkel gewesen ist und wie sehr sie sich um das Wohl ihres Volkes während ihrer 16jährigen Amtszeit gekümmert hat, zeigt den maroden Zustand der Infrastruktur in Deutschland. Durch die jetzt notwendig werdende Sprengung der Salzbachtalbrücke, die sich in einem Zustand befand, der für die Benutzer der Brücke eine Lebensgefahr bedeutete, kam wieder in das Bewußtsein der Bevölkerung, in welchem Zustand sich die Brücken in Deutschland befinden. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind von den ca. 40.000 Autobahnbrücken zwölf Prozent in einem kritischen oder ungenügenden Zustand. Zahlreiche Brücken sind mittlerweile sanierungsbedürftig und müßten dringend instandgesetzt oder erneuert werden. Vielleicht meinte Frau Merkel, daß wir keine Brücken mehr benötigen, denn wenn die Industrie sich aus Deutschland verabschiedet und ins Ausland abwandert, weil in Deutschland die Stromkosten mittlerweile so hoch wie nirgendwo in einem anderen Land sind und zudem durch die Abschaltung aller Energieträger gleichzeitig auch noch die Sicherheit der Stromversorgung gefährdet ist, dann braucht man auch keine Autobahnen mehr und kann die Brücken verrotten lassen.

Jedenfalls sind Länder außerhalb Deutschlands nicht mehr bereit, den von Deutschland ausgegebenen Schwachsinn einer sogenannten Energiewende, die zur Weltrettung beitragen soll, mitzumachen. Deutschland kann dann im Bedarfsfall den Strom, so man diesen noch benötigt, von Frankreich und aus den ehemaligen Ostblockstaaten zu entsprechenden Preisen kaufen. Geld spielt dabei keine Rolle, weil die Bürger in Deutschland die Kosten, egal wie hoch sie sind, ohnehin zu bezahlen haben. Der deutsche Staat profitiert dann zusätzlich durch die höhere Mehrwertsteuer, die natürlich auch der Endverbraucher, sprich Bürger, zu bezahlen hat. Die deutschen Bürger können ja, wenn sie unbedingt wollen, den Strom in ihrem Haushalt abschalten, um das Gefühl zu haben, sie verhindern den unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang.

Und um noch einmal auf die Reuter-Meldung zurückzukommen, dass Geldströme von den Politikern der westlichen Wertegemeinschaft immer wieder in die falsche Richtung gelenkt werden, ist ja auch nicht neu. Wer hat schon geglaubt, daß der sogenannte „Green Deal“ dauerhaften Bestand hat? Daran wird noch nicht einmal die englischsprechende deutsche Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen glauben. Es war doch immer eine besondere Spezialität der EU-Bürokratie, den Bürgern etwas zu erzählen, was sich im Nachhinein immer als eine schöne Geschichte ohne tatsächliche Substanz herausgestellt hat. Warum sollte es jetzt plötzlich anders sein?

Interessant wird es allerdings werden, wenn die sogenannten Grünen – Frau Merkel wird nichts mehr erklären, weil dann ohnehin keiner mehr auf sie hören wird, den Bürgern vermitteln, warum ihre fundamentalen Vorstellungen einer Energiewende ohne Energie nicht funktionieren. Wie wird man dann den Bürgern plausibel machen, warum jetzt auch die EU-Bürokraten, die doch bis vor kurzem noch auf die große Frau Merkel eingeschworen waren, ihre Meinung geändert haben und die Atomkraft als grüne Energie einordnen? Und was geschieht mit den zahlreichen Öko-Fonds, die bereits auf Atomausstieg gewettet haben und dann – wenn der Atomstrom wieder gesellschaftsfähig ist – erhebliche Abschreibungen vornehmen müssen, weil sie die falschen Zielgruppen für ihre Geldsammlungen angesprochen haben? Aber dies wird für die EU wie immer kein Problem sein, da es immer noch Länder gibt, deren Bürger bereit sind oder sein müssen, die Zeche für andere zu bezahlen. Ein Problem könnte allerdings immer größer werden, nämlich daß das Vertrauen der EU gegenüber immer mehr schwindet, so daß immer mehr Bürger sich sagen, löst diese EU schnell auf, damit wir endlich wieder frei atmen und an einem echten Europa bauen können. Nur dazu braucht keiner die Bürokratie in Brüssel.

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten

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