Aktuell eine gute Nachricht, so hieß es heute in den öffentlich‑rechtlichen Medien: Deutschland habe sein Umweltschutzziel für 2025 erreicht. Der Deutschlandfunk meldete es sogar in den Hauptnachrichten. Endlich einmal eine positive Meldung über dieses Land, könnte man meinen.
Doch jeder kritische Bürger wird sich sofort gefragt haben, wie ein solches Ergebnis zustande kam – und warum gerade jetzt so ausführlich darüber berichtet wird.
Die Antwort folgte im selben Atemzug: Der „Erfolg“ ist keiner. Deutschland erfüllt seine Umweltziele nicht wegen einer klugen Politik, sondern weil die industrielle Produktion massiv eingebrochen ist. Weniger Produktion bedeutet weniger Emissionen – ein statistischer Effekt, kein ökologischer Fortschritt.
Die Gründe liegen offen zutage: explodierende Energiepreise, staatliche Eingriffe in betriebliche Abläufe, steigende Kosten, Abwanderung von Unternehmen, Schließungen ganzer Standorte. Wo nicht mehr produziert wird, wird auch weniger ausgestoßen. Für die Umwelt mag das wie ein Segen aussehen. Für die Bürger bedeutet es vor allem eine Frage: Wovon sollen sie künftig leben?
Ein Land, das seine Umweltziele nur erreicht, weil es wirtschaftlich abstürzt, betreibt keine Umweltpolitik. Es kapituliert.
Wer die Minimierung von Emissionen zum alleinigen Prinzip erhebt und die wirtschaftlichen Grundlagen ignoriert, landet zwangsläufig in der Absurdität. Wenn Deutschland so weitermacht, stößt es irgendwann tatsächlich nichts mehr aus – weil es aufgehört hat zu existieren.
Wenn Stillstand zur Tugend wird, ist das Ende der Vernunft nicht mehr weit.