Wieder einmal zeigen die Repräsentanten dieses Staates, mit welcher Respektlosigkeit sie sich gegenüber ihren Mitbürgern verhalten. Wenn die Präsidentin des Bundestages Julia Klöckner auf dem Reichstagsgebäude den Regenbogenwimpel aufziehen lässt, der ein Symbol für die Schwulen und Lesben ist, dann zeigt dies, dass es die Staatsrepräsentanten selbst sind, die diesen Staat delegitimieren. Das Reichstagsgebäude, indem das höchste Organ dieses Staates beheimatet ist, wird durch das Hissen der sogenannten „Regenbogenflagge“, die nichts anderes als das Symbol einer Minderheit von Schwulen und Lesben darstellt, entwürdigt. Damit werden die eigentlichen staatlichen Hoheitszeichen, nämlich die Flagge der Bundesrepublik Deutschland, lächerlich gemacht. Das mögliche Gedenken, so man dieses für sinnvoll erachtet, an einen Beschluss des Bundestages heute vor 24 Jahren im Zusammenhang mit der Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren und homosexuellen Opfern der NS-Justiz, rechtfertigt keinesfalls, den Bundestag mit einer solchen Beflaggung lächerlich zu machen.
Vielleicht wird demnächst die Regenbogenfahne auch auf den Schiffen der Deutschen Marine gehisst, wundern würde einen dies auch nicht mehr.
Aktuell soll es noch Bürger in Deutschland geben, die Achtung vor ihrem Staat haben und den staatlichen Hoheitszeichen mit Ehrerbietung entgegentreten. Frau Klöckner scheint dies nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen.
Wenn der Bundestag meint, einmal im Jahr die Fahne der Schwulen und Lesben hissen zu sollen, gäbe es viele Gebäude, bei denen dies möglich ist. Das Reichstagsgebäude ist jedenfalls nicht einer Minderheit gewidmet, sondern in der Aufschrift am Gebäude steht: Dem deutschen Volke. Vielleicht respektiert auch die Bundestagspräsidentin diese Widmung. Ansonsten sollte man die Inschrift am Reichstagsgebäude entfernen.