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Wer glaubt noch dem Bundeskanzler – wer glaubt noch diesen Politikern?

Ach ja, hörten wir nicht einmal von dem Bundeskanzler Friedrich Merz, als dieser noch nicht Bundeskanzler war, dass er die AfD um die Hälfte halbieren wolle? Und was ist daraus geworden? Aktuell liegt die AfD bereits vor der CDU auf Bundesebene. In Bayern, wo die AfD vor Jahren noch bedeutungslos war, beträgt die Zustimmung der Bevölkerung bereits 19%. Das Gerede von den sogenannten Populisten und Rechtsradikalen, mit dem man glaubte, den Bürgern einreden zu können, dass diese politische Alternative nicht wählbar sei, hat nicht verfangen. Die Bürger sind offensichtlich nicht so dumm, dass sie alles glauben, was ihnen die Politiker einzureden versuchen.

Friedrich Merz sollte sich einmal fragen, warum die AfD so stark geworden ist. Wenn die Bürger feststellen, dass sie sogar dem Bundeskanzler nicht mehr glauben können, was dieser so jeden Tag verspricht, wenn sie von den SPD-Genossen immer wieder hören, dass sie untergehakt werden sollen, obwohl viele Bürger sich von diesen Politikern gar nicht unterhaken lassen wollen, dann sollte es keinem Bürger wundern, dass sie das Vertrauen in die sich demokratisch nennenden Parteien endgültig verloren haben.

Die Krone der Verdummung der Bürger durch die Politiker zeigt sich jetzt in der sogenannten Krankenkassenreform. Da erklärt die Bundesministerin Warken, dass sie es selbst als ungerecht empfindet, dass die in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Bürger allein die Krankenkassenleistungen für die sogenannten Bürgergeldempfänger, von denen die Hälfte gar keine deutschen Bürger sind, aufbringen müssen, gleichzeitig aber feststellt, dass im Haushalt kein Geld zur Verfügung steht, um hier eine andere Regelung zu treffen, führt nur noch dazu, dass viele Bürger feststellen, dass jetzt nur noch eine politische Alternative eine Wende in die desolate Lage unseres Landes bringen kann.

Man darf gespannt sein, wie lange unsere Politiker noch weiter ihre Mitbürger für dumm verkaufen. Enst nimmt diese Regierung nur noch ein kleiner Teil der Bürger. Wahrscheinlich sind das die, die von dem „Unterhaken“ der Politiker profitieren oder die Hoffnung haben, dass dies vielleicht noch geschehen könnte. Wer denkt, der stellt fest, noch nie galt der Spruch „Wenn nicht heute, wann dann?“ sich für den politischen Wechsel in Deutschland zu entscheiden.

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Geschichtsbewusstsein ist die Voraussetzung, die Zukunft zu gestalten

Aus gegebenem Anlass möchte ich mich erneut mit der sogenannten Erinnerungskultur befassen. Es überrascht nicht, dass es dem Deutschlandfunk immer wieder gelingt, das Thema des Holocaust täglich präsent zu halten. Aktuell ging es um den 81. Jahrestag dieser schrecklichen Verbrechen, sodass wir bereits heute davon ausgehen können, dass auch der 82. Gedenktag entsprechend „nahegebracht“ werden wird.

Im Vorspann zu einem Interview mit dem Direktor der Anne-Frank-Stiftung, Meron Mendel, wurde darauf hingewiesen, dass die Zahl der Zeitzeugen immer weiter sinkt – was angesichts der Begrenztheit des menschlichen Lebens kaum überraschen kann. Man kann diese Tatsache bedauern, man kann sie aber auch als Hinweis darauf verstehen, dass inzwischen mehrere Generationen in Deutschland leben, die niemals auf die Idee kämen, Verbrechen zu begehen, wie sie die nationalsozialistische Regierung unter Hitler begangen hat.

Ob es klug ist, einer Bevölkerung ständig die Verbrechen einer vor achtzig Jahren amtierenden Regierung vorzuhalten, darf man hinterfragen. Vielleicht sollte man stärker betonen, dass historische Staatsverbrechen stets von Regierungen veranlasst wurden und die Bevölkerung oft kaum Möglichkeiten hatte – und hat –, sich gegen politische Entscheidungen zur Wehr zu setzen. Eine Parallele lässt sich auch heute erkennen: Der deutschen Bevölkerung wird intensiv vermittelt, der Feind befinde sich in Russland, und man müsse alles tun, um wieder „kriegstüchtig“ zu werden. Es werden Gesetze geschaffen, die junge Menschen verpflichten sollen, Soldaten zu werden und einen Krieg zu führen, der nicht der ihre ist. Insofern könnte man fast froh sein, dass es aufgrund biologischer Gesetzmäßigkeiten irgendwann keine Zeitzeugen mehr geben wird.

Es ist Aufgabe seriöser Historiker, geschichtliche Ereignisse – einschließlich staatlicher Verbrechen – aufzuarbeiten und in einen historischen Gesamtkontext der Menschheitsgeschichte einzuordnen. Das gilt auch für den Nationalsozialismus, dessen Entstehung und gesellschaftliche Voraussetzungen bis heute nicht vollständig geklärt sind. Ebenso muss darauf hingewiesen werden, dass diese Geschehnisse, so verachtenswert und verurteilenswert sie sind, ihre spezifische historische Genesis in Deutschland hatten. Hitler musste zunächst die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, bevor er Reichskanzler werden konnte.

Wenn Mendel beklagt, dass heutige Schülerinnen und Schüler sich in Gedenkstätten oft respektlos verhielten und offenbar nicht wüssten, was damals geschehen ist, dann ist festzustellen: Das ist nicht die Schuld der Jugendlichen. Es ist das Ergebnis einer zunehmend geschichtslosen Gesellschaft, die immer weniger nach ihren eigenen Wurzeln fragt. Die deutsche Geschichte besteht nicht nur aus der NS-Zeit, auch wenn dies heute manchmal so erscheinen mag. Für viele Jugendliche sind Gedenkstätten vermutlich nur noch Erinnerungsorte an historische Ereignisse – vergleichbar mit der Französischen Revolution oder dem Burenkrieg. Mit dem eigenen Volk verbinden viele diese Zeit nicht mehr, denn wer sich heute offen zum deutschen Volk bekennt, läuft Gefahr, als „Nazi“ beschimpft zu werden. Viele Jugendliche fühlen sich daher eher als Teil einer abstrakten multikulturellen Weltgemeinschaft, deren Konturen unklar bleiben und zu der kaum eine innere Bindung entstehen kann.

Mendel wies im Interview zu Recht auch auf den Krieg im Gazastreifen hin. Das Vorgehen der israelischen Regierung gegenüber der Zivilbevölkerung in Palästina hat nicht zu einer wohlwollenden Betrachtung Israels beigetragen. Auch hier ist festzuhalten, dass die Probleme nicht erst seit wenigen Jahren bestehen, sondern dass über Jahrzehnte keine nachhaltigen Fortschritte in Richtung eines Friedens zwischen Israel und Palästina erkennbar waren.

Es wäre notwendig, sich wieder stärker mit der vollständigen Geschichte des eigenen Volkes zu befassen – zu der selbstverständlich auch die Verbrechen an den Juden gehören. Gleichzeitig sollte man jungen Menschen nicht ausschließlich vermeintliche historische Schuld vorhalten, sondern mit ihnen gemeinsam an einer neuen Welt arbeiten, die – solange es sie gibt – immer die Summe vieler eigenständiger Völker sein wird. Nur wer seine eigene Identität kennt, kann sich mit den Nöten anderer identifizieren. Und genau daran scheint es derzeit zu mangeln.

Ich schreibe dies nicht aus historischer Distanz, sondern als jemand, der selbst zu jener Generation gehört, die die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen real erlebt hat. Mein eigenes Leben ist unter den Bedingungen entstanden, die aus diesen Verbrechen hervorgingen. Gerade deshalb ist es mir wichtig klarzustellen, dass meine Kritik an der heutigen Erinnerungspolitik nichts mit einer Relativierung oder gar einer Fortsetzung nationalsozialistischen Denkens zu tun hat.

Meine Sorge richtet sich vielmehr darauf, dass eine einseitige, ritualisierte oder politisch instrumentalisierte Form der Gedächtnispolitik unbeabsichtigt Entwicklungen begünstigen könnte, die man eigentlich verhindern möchte. Eine Gesellschaft, die sich ausschließlich über historische Schuld definiert, verliert den Zugang zu einem konstruktiven Geschichtsbewusstsein – und damit auch die Fähigkeit, aus der Vergangenheit heraus eine stabile und friedliche Zukunft zu gestalten.

Diese Sorge ist kein Ausdruck von Nostalgie oder Verdrängung, sondern eine Warnung, die aus persönlicher Erfahrung erwächst.

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Nina Warken glaubt offensichtlich, der Staat hat auch über Lebensmodelle der Familien zu entscheiden

Jetzt sollten es auch die Bürger wissen, die sich nicht intensiv mit der Politik der Parteien auseinandergesetzt haben. Die Gesundheitsministerin Nina Warken firmiert zwar unter dem Namen CDU, scheint aber tiefrote SPD-Politik umzusetzen. Das wird mittlerweile bereits so offenkundig gemacht, dass noch nicht einmal der Anschein erweckt wird, dass man eine bürgerliche CDU-Politik umsetzt, die sich auf den Werten der christlichen Weltanschauung gründet. Im Zusammenhang mit der sogenannten Reform der Krankenkassenfinanzierung zeigt sich deutlich, dass es der Frau Warken (CDU) nicht darum zu gehen scheint, dass sie den Versuch unternimmt, die gesetzliche Krankenversicherung wieder so weit in Ordnung zu bringen, dass die Bürger in Deutschland darauf vertrauen können, nicht nur vom Staat regelrecht „steuerlich ausgenommen“ zu werden, sondern auch zu vernünftigen finanziellen Bedingungen krankenversichert sein zu können. Dabei soll darauf hingewiesen werden, dass es um eine Krankenversicherung geht, bei der Leistung (Beitrag) und Gegenleistung (Übernahme von Krankenkosten) in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. Es geht hier also nicht darum, dass der Bürger als eine Art Sozialhilfeempfänger dankbar sein muss, einen Brosam des Staates zu erhalten, wenn er einmal krank geworden ist.

Was diese Regierung unter Federführung der sozialdemokratisch-sozialistischen CDU/SPD-Regierung mit der Krankenversicherung angerichtet hat, kann jetzt jeder Bürger an seinem Einkommen in aller Brutalität feststellen. Er wird eben nicht nur durch die Steuer erheblich belastet, nein er darf auch über die gesetzliche Krankenversicherung die „Segnungen“ des Staates mitfinanzieren, von denen ganz andere Personengruppen profitieren, die keinen oder nur einen unzureichenden finanziellen Beitrag für die Krankenversicherung geleistet haben. Denn das Defizit in der Krankenversicherung resultiert im Wesentlichen durch Fremdleistungen, die nicht von den Versicherten der Krankenversicherung zu bezahlen sind, sondern aus Steuermittel.

Aber wenn man die Begründung dieser Gesundheitsministerin hört, warum Ehegatten nicht mehr kostenfrei im Rahmen der Familienversicherung mitversichert sein können, dann wird eben deutlich, dass es dieser Ministerin um eine linksradikale Gesellschaftsveränderung geht. Frau Warken meint, ihre Reformpläne seien „gelebte Frauenpolitik“ und die beitragsfreie Mitversicherung sei ein „Beschäftigungshemmnis“.

Damit reißt sie aktuell den letzten Schleier einer angeblichen christlich-bürgerlichen Partei herunter und weist darauf hin, dass die CDU endlich die Chance erkannt hat, sozialistische Gesellschaftspolitik umzusetzen, bei der nur noch der Staat bestimmt, ob ein Ehepartner zu Hause bleibt oder einer Berufstätigkeit nachzugehen hat. Wieder hat diese Partei ihre Wähler hinters Licht geführt, indem sie jetzt eine Politik umsetzt, die Wähler der CDU nie gewollt haben. Wenn dann auch noch ein hoher Anteil von Ausländern von den Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung mitfinanziert werden müssen und von der eigenen Regierung nur die deutschen Bürger auch noch zur Kasse gebeten werden, dann wird für viele Bürger jetzt das Maß voll sein, um dieser Partei und seinen Funktionären noch etwas zu glauben. Was diese linksorientierte Politikerin der CDU verschweigt, ist  dass die Familienversicherung kein frauenpolitisches Instrument, sondern ein sozialversicherungsrechtliches Strukturprinzip ist. Aber linksorientierte Politiker scheren sich nicht um solche Gegebenheiten. Wenn sie glauben, die Macht zu haben, dann bauen sie die Gesellschaft in ihrem ideologischen Sinne um.

Wer jetzt noch weiter die CDU wählt, der will eben eine andere Gesellschaft. Und genau das hat dazu geführt, dass die politische Alternative immer stärker wird und darauf hinweist, es gibt noch eine Chance, dass diese Politik, die Deutschland immer mehr in den Abgrund führt, beendet werden kann. Die kommenden Wahlen werden dafür ein deutliches Zeichen setzen.


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Friedrich Merz handelt unverantwortlich

Bei einem offiziellen Treffen zwischen Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj, zu dem Selenskyj mit militärischen Ehren empfangen wurde, wurde nach Medienberichten eine „strategische Zusammenarbeit“ zwischen Deutschland und der Ukraine vereinbart. Im Mittelpunkt standen militärische Unterstützung und sicherheitspolitische Kooperation. Deutschland und die Ukraine verständigten sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Luftverteidigung, weitreichende Waffensysteme, Drohnen und Munition. Deutschland beschafft unter anderem mehrere hundert Patriot‑Abfanggeschosse für die Ukraine. Zudem wurde erklärt, dass eine gemeinsame Entwicklung und Produktion von Waffensystemen beabsichtigt sei. Im Kanzleramt wurden bereits gemeinsam produzierte Drohnen präsentiert.

Im Einzelnen wurden folgende Bereiche benannt, in denen künftig enger kooperiert werden soll:

  • Wiederaufbau und wirtschaftliche Kooperation: Vereinbart wurde eine industrielle Wiederaufbaupartnerschaft. Deutsche Unternehmen sollen beim Wiederaufbau eine zentrale Rolle spielen.
  • Digitalisierung und staatliche Modernisierung: Deutschland will von den ukrainischen Erfahrungen bei digitalisierten Verwaltungsdiensten profitieren; umgekehrt unterstützt Deutschland Modernisierungsschritte in der Ukraine.
  • Energiesicherheit: Deutschland unterstützt die Ukraine im Energiesektor, insbesondere mit Blick auf die Wintermonate.
  • Kulturelle und kommunale Kooperation: Geplant sind ein deutsch‑ukrainisches Kulturjahr 2027/28 sowie eine kommunale Partnerschaftskonferenz 2026.

Beide Länder wollen zudem enger zusammenarbeiten, um die Rückkehr ukrainischer Geflüchteter zu erleichtern und Ausreisen wehrfähiger Männer zu reduzieren.

Parallel zu den Gesprächen zwischen Selenskyj und Merz fanden auch Verhandlungen zwischen weiteren ukrainischen Regierungsmitgliedern und dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius statt.

Es stellt sich die Frage, inwieweit es sich hierbei bereits um die Vorbereitung eines völkerrechtlich relevanten, verbindlichen Vertrages im Sinne des Artikels 59 GG handelt, der durch Merz faktisch auf den Weg gebracht wurde. In jedem Fall muss man sich fragen, ob der Zeitpunkt für solche Verhandlungen im Interesse Deutschlands liegen kann. Mit einem gegen Russland kriegführenden Staat wird eine „militärische strategische Partnerschaft“ eingegangen – mit der naheliegenden Möglichkeit, dass dies von Russland nicht mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen wird. Deutschland hat gegenwärtig zahlreiche eigene „Baustellen“, sodass es ratsam erscheinen könnte, wenn der Kanzler sich zunächst der Lösung der vielen offenen innenpolitischen Fragen widmete, auf die die Bürger bislang vergeblich Antworten erwarten.

Zudem stellt sich die Frage, ob Merz mit seinem forschen Vorgehen die Bestimmungen des Artikels 59 GG nicht faktisch aushebelt, indem er eine Vertragssituation bereits vorstrukturiert, ohne dem Bundestag die Möglichkeit zu geben, eine Richtungsentscheidung zu treffen. Die Politik von Merz kann zu Rückwirkungen auf Deutschland im Rahmen der internationalen Beziehungen führen – etwa sicherheitspolitische Eskalationsrisiken oder diplomatische Signale –, die erhebliche sicherheitspolitische Fragen aufwerfen könnten.

Nicht zuletzt erwarten viele Bürger, dass Merz mit der Ukraine zunächst klärt, welche Rolle sie bei der Zerstörung der Gasleitung Nord Stream gespielt haben könnte, bevor er eine militärisch‑strategische Zusammenarbeit vertieft. Es steht der Vorwurf im Raum, dass ein möglicher Partner an der dauerhaften Unterbrechung der Gasversorgung zwischen Russland und Deutschland beteiligt gewesen sein könnte.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Vorgehen von Merz bei vielen Bürgern Unverständnis, zusätzliche Sorgen und Verärgerung auslöst. Immer drängender stellt sich die Frage, welche Interessen dieser Kanzler tatsächlich vertritt.


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Der Beamtenbund und die Grenzen verbandspolitischer Neutralität

Ein Verband mit öffentlicher Wirkung darf den politischen Diskurs nicht einseitig verengen

In einer Meldung der Nachrichten des Deutschlandfunks vom 14. April 2026 wurde berichtet, dass der Deutsche Beamtenbund (dbb) durch seinen Vorsitzenden Volker Geyer erklärt habe, der Verband führe mit Vertretern oder Abgeordneten der AfD keine Gespräche, beteilige sie nicht an internen Diskussionen und nehme auch keine Einladungen der AfD an. Zur Begründung hieß es laut Deutschlandfunk, dass sich alle Gewerkschaftsmitglieder zur freiheitlich‑demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Landesverfassungen bekennen müssten. Kontakte mit extremistischen Parteien oder Gruppierungen würden abgelehnt.

Wie der Deutschlandfunk weiter mitteilt, ist der dbb – offiziell dbb Beamtenbund und Tarifunion – ein Dachverband von 41 Mitgliedsorganisationen, die Beschäftigte im öffentlichen Dienst und im privaten Dienstleistungssektor vertreten.

Nach eigenen Recherchen haben auch die Süddeutsche Zeitung sowie das alternative Medium NUIS über ein Schreiben des dbb‑Vorsitzenden vom 17. März 2026 berichtet, das an alle Mitgliedsorganisationen gerichtet war. In diesem Schreiben bringt der Vorsitzende zum Ausdruck, dass er Funktionsträger der AfD sowie gewählte Abgeordnete der AfD aus Bundestag und Landesparlamenten als Personen ansieht, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stünden. Daraus folge, dass diese weder Mitglied des Beamtenbundes noch einer seiner Untergliederungen sein könnten.

Besonders problematisch erscheint der Umstand, dass der Beamtenbund ausdrücklich erklärt, weder mit Funktionsträgern der AfD noch mit gewählten Abgeordneten dieser Partei Gespräche zu führen oder Einladungen anzunehmen. Gerade der kategorische Ausschluss des Dialogs mit demokratisch gewählten Parlamentariern überschreitet die Grenze legitimer verbandspolitischer Positionierung und berührt Grundprinzipien parlamentarischer Kultur.

Natürlich ist es grundsätzlich zulässig, dass private Vereine intern festlegen, welche Themen sie behandeln möchten und welche politischen Aktivitäten sie ausschließen. Allerdings ist der Beamtenbund nicht irgendein Verein. Der dbb ist eine gesellschaftlich relevante Institution, die:

  • über 1,3 Millionen Beschäftigte repräsentiert,
  • in Tarifverhandlungen mit dem Staat steht,
  • in Gesetzgebungsverfahren als Sachverständiger auftritt,
  • und damit eine quasi‑öffentliche Rolle einnimmt.

Das bedeutet: Seine Entscheidungen haben politische und gesellschaftliche Wirkung – unabhängig davon, dass er formal ein privatrechtlicher Verband ist. Daraus ergibt sich eine erhöhte Verantwortung für Pluralität und Diskursfähigkeit.

Der Beamtenbund tritt als Gewerkschaft auf und repräsentiert eine große Zahl von Beamten und Angestellten. Er ist keine Partei und hat alle seine Mitglieder zu vertreten – unabhängig davon, welcher politischen Richtung diese angehören. Die Leitfunktion einer solchen Organisation verpflichtet zu besonderer Offenheit. Es ist nicht Aufgabe eines Verbandes, darüber zu entscheiden, ob eine demokratisch zugelassene Partei verfassungswidrig sei oder nicht. Gerade ein Beamtenbund, der überwiegend Angehörige des öffentlichen Dienstes vertritt, sollte wissen, dass solche Entscheidungen ausschließlich dem Bundesverfassungsgericht vorbehalten sind.

Der kategorische Ausschluss einer im Bundestag vertretenen Partei kann daher als einseitige politische Positionierung wahrgenommen werden. Der Beamtenbund beteiligt sich damit an einer Art „vorverlagerter Verfassungsgerichtsbarkeit“, indem er politische Akteure präventiv ausschließt. Politische Legitimität wird bewertet, demokratische Teilhabe erfährt eine Vorfilterung, und es entsteht der Eindruck eines „moralischen Parteiverbots“. Damit überschreitet der Beamtenbund seine Aufgabe als gewerkschaftliche Interessenvertretung.

Vielleicht sollte der Vorsitzende des Beamtenbundes aktuell überlegen, ob er mit seinem Schreiben der Demokratie wirklich gedient hat – oder ob er ihr nicht eher einen Bärendienst erwiesen hat.


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Erinnern ohne Überfordern: Wie Erinnerungskultur wirksam bleibt

In vielen öffentlichen Beiträgen wird regelmäßig an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnert. Diese Erinnerung ist notwendig und unverzichtbar. Doch die Art und Häufigkeit, in der sie kommuniziert wird, erzeugt bei manchen Menschen den Eindruck, als solle eine moralische Dauerverantwortung aktualisiert werden. Das führt weniger zu historischer Einsicht als zu Überforderung oder Abwehr.

Aus der Pädagogik wissen wir, dass ständige Moralisierung selten zu reflektiertem Verhalten führt. Sie erzeugt eher Widerstand, Gereiztheit oder Rückzug. Ähnliche Mechanismen lassen sich auch in gesellschaftlichen Debatten beobachten: Wenn historische Schuld zu häufig oder zu pauschal in aktuelle politische Diskussionen eingebracht wird, verliert sie ihre Wirkung. Aus Verantwortung wird Belastung, aus Mahnung Distanz.

Eine vernünftige Erinnerungskultur hält historische Verantwortung wach, schützt vor Verdrängung und schafft ein Bewusstsein dafür, wie zerbrechlich Freiheit und Menschenwürde sein können. Gerade in Deutschland ist diese Form der Selbstvergewisserung unverzichtbar.

Doch Erinnerungskultur ist kein statisches Ritual. Sie lebt davon, dass sie versteht, nicht nur ermahnt. Sie muss erklären, einordnen, historisch präzise bleiben – und sie darf nicht zur moralischen Schablone werden, die auf jede aktuelle politische Auseinandersetzung gelegt wird. Denn dort, wo Erinnerung nicht mehr bildet, sondern nur noch bewertet, verliert sie ihre Kraft.

In der öffentlichen Debatte entsteht zunehmend der Eindruck, dass historische Verbrechen des 20. Jahrhunderts in manchen Diskussionen als universelles Argument eingesetzt werden – unabhängig davon, ob der Zusammenhang sachlich trägt. Das geschieht oft nicht aus böser Absicht, sondern aus moralischer Sorge. Doch die Wirkung ist ambivalent: Wer historische Schuld zu häufig aktualisiert, riskiert, dass Menschen sich nicht mehr angesprochen fühlen, sondern überfordert oder beschuldigt. Aus Verantwortung wird dann Abwehr, aus Mahnung Gereiztheit.

Es ist daher legitim und notwendig, über die Form unserer Erinnerungskultur zu sprechen – ohne dass eine solche Diskussion sofort als Relativierung oder politische Grenzüberschreitung gelesen wird. Wer über die Art des Erinnerns nachdenkt, stellt die Erinnerung selbst nicht infrage. Im Gegenteil: Er nimmt sie ernst genug, um ihre Wirkung zu schützen.

Wir sollten uns wieder darauf besinnen, dass wir die Vergangenheit nicht negieren, aber die Zukunft als das betrachten, was wir gestalten wollen – wissend, dass wir in der Gegenwart leben.


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Eine Regierung, die vergessen hat, dass sie regieren sollte

Immer mehr Bürger in Deutschland gewinnen den Eindruck, dass es an einer erkennbaren Koordinierung der Regierungspolitik fehlt. Die zahlreichen Auslandsreisen des Bundeskanzlers werden in diesem Zusammenhang zunehmend als Zeichen dafür wahrgenommen, dass zentrale Steuerungsaufgaben im Inland vernachlässigt werden. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans‑Jürgen Papier, hat diese Situation zugespitzt beschrieben, indem er der Bundesregierung eine „verweigerte Staatsführung“ attestierte.

Ein Beispiel für diese Dysfunktionalität zeigte sich jüngst, als der Finanzminister zu einem Spitzentreffen Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften einlud, während nahezu zeitgleich die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in einer Pressekonferenz erklärte, die Vorschläge des Finanzministers seien nicht nur politisch fragwürdig, sondern warfen auch verfassungsrechtliche Probleme auf.

Reiche mag inhaltlich auf bestimmte Risiken hinweisen – bemerkenswert bleibt jedoch die Art und Weise, wie sie öffentlich gegen zentrale Initiativen eines Kabinettskollegen Stellung bezieht. Gleichzeitig wird auch die Rolle des Finanzministers Lars Klingbeil zunehmend problematisch. Er präsentiert Vorschläge von erheblicher Tragweite, ohne erkennbare Abstimmung mit dem Bundeskanzler. Dies gilt insbesondere für die sogenannte „Übergewinnsteuer“. Dieser Begriff ist steuerrechtlich nicht definiert und wird in mehreren verfassungsrechtlichen Gutachten als problematisch eingestuft, weil unklar bleibt, was ein „Übergewinn“ überhaupt sein soll und wie eine solche Steuer verfassungskonform ausgestaltet werden könnte.

Wenn Klingbeil nun eine Absenkung der Energiesteuern fordert, stellt sich zudem die Frage, weshalb diese Entlastung nicht längst erfolgt ist. Schließlich waren es frühere Entscheidungen seiner eigenen Partei, die Energie durch zusätzliche Steuern und Abgaben verteuert haben – stets mit dem Hinweis, dies diene übergeordneten politischen Zielen. Die Folge ist eine strukturelle Verwundbarkeit: Jede politische oder wirtschaftliche Erschütterung führt sofort zu massiven Belastungen für Bürger und Unternehmen.

Katherina Reiche wiederum lehnt Übergewinnsteuer und Preisdeckel ab und verweist auf die hohen Kosten der Energiewende. Dabei bleibt allerdings unerwähnt, dass auch ihre Partei in früheren Jahren maßgeblich an energiepolitischen Weichenstellungen beteiligt war, die zur heutigen Lage beigetragen haben.

Und wie reagiert der Regierungschef? Friedrich Merz gelingt es offenbar nicht, klare Leitlinien vorzugeben oder Konflikte innerhalb der Regierung zu moderieren. Das Ergebnis ist ein Kabinett, in dem zentrale Akteure ihre eigenen politischen Vorstellungen öffentlich vertreten, ohne dass daraus konkrete Maßnahmen folgen.

Die Bürger beobachten dieses Schauspiel aktuell zunehmend fassungslos. Viele fragen sich, wie es weitergehen soll – und ob es nicht an der Zeit wäre, wieder eine Regierung zu wählen, die diesen Namen auch verdient.


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Julia Klöckner und die Grenzen ihres Amtes als Bundestagspräsidentin

Die Funktion des Bundestagspräsidenten ist im Grundgesetz klar umschrieben. Die Hauptaufgaben bestehen in der Leitung der Sitzungen des Bundestages, der Wahrung der Würde des Parlaments sowie der Leitung der Behörden des Bundestages. Der Bundestagspräsident – und damit die amtierende Bundestagspräsidentin – ist oberster Dienstherr der Bundestagsverwaltung.

Zu den Aufgaben des Bundestagspräsidenten gehört nicht die Wahrnehmung einer eigenständigen Außenpolitik. Diese ist alleinige Angelegenheit der Bundesregierung.

Betrachtet man die konkrete Tätigkeit der gegenwärtigen Bundestagspräsidentin, fällt jedoch eine ausgeprägte Reisetätigkeit auf. Bei diesen Reisen scheint der Schwerpunkt nicht in der Kontaktpflege parlamentarischer Gremien zu liegen. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass Frau Klöckner parlamentarische Aufgaben zunehmend mit Elementen einer eigenständigen Außenpolitik vermischt.

Bei ihrem Besuch in Estland vom 8. bis 10. April 2026 traf sie zwar den dortigen Parlamentspräsidenten Lauri Hussar, führte jedoch ebenso Gespräche mit Ministerpräsident Kristen Michal über die sicherheitspolitische Lage an der NATO-Ostflanke, über Digitalisierung und Cybersicherheit. Auch das Thema „bilaterale parlamentarische Zusammenarbeit“ stand auf der Tagesordnung.

Darüber hinaus traf sie in Litauen den Parlamentspräsidenten Juozas Olekas, Präsident Gitanas Nausėda und Außenminister Kęstutis Budrys. Bestandteil des Programms waren Informationsgespräche über den dort stationierten Großverband der Bundeswehr sowie der Austausch mit Soldaten und deren Familien. Themenschwerpunkte, mit denen sich Klöckner befasste, waren die Sicherheitspolitik im Baltikum, die Reaktion auf russische Drohungen und die bilateralen Beziehungen zwischen den Staaten.

Die Bundestagspräsidentin nutzt aktuell damit die Rolle als zweithöchstes Staatsamt in einer Weise, die politisch interpretierbar ist – insbesondere, wenn sie sicherheitspolitische Linien sichtbar mitprägt.

Frau Klöckner scheint zunehmend die eigentliche parlamentarische Arbeit, die in den Aufgabenkreis einer Bundestagspräsidentin gehört, mit der Tätigkeit einer außenpolitisch zuständigen Ministerin der Bundesregierung zu vermischen.

In einem Aufgabenbereich hingegen, der eindeutig in ihre Zuständigkeit fällt, schweigt die Präsidentin. Im Zusammenhang mit dem Verfahren des Verteidigungsministers zum Wehrpflichtgesetz hätte man erwarten dürfen, dass die Präsidentin des Bundestages deutlich darauf hinweist, dass hier sowohl das Parlament als auch der Bundespräsident durch das Verteidigungsministerium faktisch ausgehebelt wurden. Das Ministerium ließ sich einen Generalbeschluss vom Parlament absegnen, ohne dass die Abgeordneten offenbar bemerkten, was ihnen da „untergeschoben“ wurde. Hier hätte die Bundestagspräsidentin darauf dringen müssen, dass dieser Beschluss rückgängig gemacht wird.

Stattdessen scheint sich Frau Klöckner stärker in der Außenpolitik zu engagieren und schreibt den Abgeordneten im Bundestag lieber vor, was diese nicht mehr sagen dürfen, weil dies „der Würde des Hauses“ nicht entspreche. Der Würde des Hauses wäre jedoch weit mehr gedient, wenn die Präsidentin darauf achtete, dass die demokratischen Spielregeln nicht durch Tricks ausgehebelt werden.


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Will der Verteidigungsminister Pistorius bewusst etwas vernebeln?

Jeder interessierte Bürger konnte feststellen, dass Minister Pistorius über einen unscheinbaren Einschub im sogenannten Wehrdienst‑Modernisierungsgesetz – ein bemerkenswert irreführender Titel – eine Änderung des bestehenden Wehrpflichtgesetzes durch den Bundestag gebracht hat, ohne dass viele Abgeordnete dies überhaupt bemerkten. In § 3 Abs. 2 WPflG heißt es nun unmissverständlich, dass männliche Personen nach Vollendung des 17. Lebensjahres eine Genehmigung bei der Bundeswehr einholen müssen, wenn sie die Bundesrepublik Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen. Diese Pflicht ist nicht an den Spannungs‑ oder Verteidigungsfall gekoppelt. Sie gilt seit dem 1. Januar 2026 ständig.

Schon die Bezeichnung „Karriere‑Zentrum“ für eine Rekrutierungsstelle der Bundeswehr dürfte viele junge Männer eher als Zynismus empfinden. Denn nur wenige werden ihre „Karriere“ darin sehen, zum Wehrdienst verpflichtet zu werden.

Was der Verteidigungsminister nun verlautbaren lässt, wirft jedoch erhebliche Fragen auf. Wie kann ein Minister, der von jungen Menschen verlangt, dem Staat zu dienen und dabei im Extremfall das eigene Leben zu riskieren, ein geltendes Gesetz einfach so auslegen, wie es ihm politisch opportun erscheint? Wenn Pistorius den Eindruck erweckt, die Regelung habe „keine praktische Bedeutung“, weil sie nur für den Spannungs‑ oder Verteidigungsfall relevant sei, dann kennt er entweder den Gesetzestext nicht – oder er versucht bewusst, die Öffentlichkeit zu beruhigen, um Proteste zu vermeiden.

Ein Minister kann jedoch weder Gesetze außer Kraft setzen noch Normen umdeuten oder gesetzliche Pflichten durch Presseäußerungen suspendieren. Wenn er erklärt, man werde die Vorschrift „nicht aktiv anwenden“, dann ist das lediglich eine angekündigte Verwaltungspraxis – ohne rechtliche Grundlage. Und damit rechtlich fragwürdig.

Die Melde‑ und Genehmigungspflicht steht im Gesetz und ist wirksam. Zwar gibt es derzeit keine Sanktion, wenn man sie ignoriert, aber die Pflicht existiert. Der Minister könnte jederzeit – ohne den Bundestag einzubeziehen – per Verwaltungsanordnung nähere Bestimmungen erlassen. Damit wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Wenn Pistorius diese Regelung tatsächlich nicht wollte – was schwer vorstellbar ist –, dann müsste er unverzüglich eine Gesetzesänderung im Bundestag anstoßen.

Aktuell bleibt daher die Frage: Weiß der Verteidigungsminister nicht, was im Gesetz steht? Oder will er die Bürger bewusst im Unklaren lassen? Pistorius muss sich erklären. Und zwar so, dass man ihm noch Glauben schenken kann.

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Der Nahe Osten am Rand einer regionalen Katastrophe

Die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten werden im Wesentlichen durch Israel geprägt. Es entsteht der Eindruck, als könne die Region nicht mehr zur Ruhe kommen. Unter dem Vorwand, die eigene Existenz sichern zu müssen, scheint die israelische Regierung zu glauben, durch militärische Gewalt langfristig Frieden herstellen zu können. Das ungelöste Fiasko um Palästina bleibt weiterhin bestehen; über das Schicksal der dortigen Zivilbevölkerung wird derzeit kaum berichtet. Die Menschen, die überhaupt überlebt haben, leben in den Trümmern ihres Landes und werden immer wieder von einem Teil des Gebiets in einen anderen getrieben, weil das israelische Militär erneut meint, Kämpfer der Hamas ausschalten zu müssen. Mittlerweile sollen allein in Palästina rund 100.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Ihr „Fehler“ war offenbar, Palästinenser zu sein – und damit scheinbar keinen Anspruch auf Schutz zu haben.

Nun hat Israel auch einen Angriff auf den Iran begonnen. Mit Unterstützung der USA soll offenbar sichergestellt werden, dass ein Staat, der Israel infrage stellt, dauerhaft ausgeschaltet werden kann. Dass dabei erneut unschuldige Zivilisten sterben, scheint vom israelischen Militär als Kollateralschaden betrachtet zu werden, den man zur angeblichen Sicherung des Friedens in Kauf nehme.
Die bisherigen Ergebnisse sind verheerend. Von Frieden ist nichts zu sehen; die Zerstörung nimmt weiter zu. Donald Trump unterstützt Israel – aus welchen Gründen auch immer – nahezu bedingungslos. Das bisher Erreichte lässt das Kriegsgeschehen immer stärker den Charakter eines Weges in die Katastrophe annehmen.

Die sprachliche Diktion des US-Präsidenten, der von der „totalen Vernichtung“ eines Landes spricht und Menschen als „Bastarde“ bezeichnet, zeigt, auf welchem Niveau die internationale Politik inzwischen angekommen ist.

Es ist ein Trugschluss, wenn Israel glaubt, allein durch militärische Macht und unter Missachtung völkerrechtlicher Grundsätze seine Sicherheit gewährleisten zu können. Damit gefährdet Israel nicht nur die eigene Existenz, sondern auch den Weltfrieden, der weder durch Tötungen noch durch Vernichtung oder Zerstörung erreicht werden kann. Man kann nur hoffen, dass dieses Handeln bald ein Ende findet. Gegenwärtig fehlt jedoch die Vorstellungskraft, wie dies gelingen könnte.