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Noch funktioniert die Meinungsführerschaft – Rückgrat ist unerwünscht

Die Korrektur ließ nicht lange auf sich warten. Der Familienunternehmerverband macht einen Rückzieher und räumt Fehler ein. So konnten heute die erstaunten Hörer des Deutschlandfunks vernehmen. Unmittelbar einige Tage nach der Kampagne der Agitationsorganisation Campact, die in ultimativer Form Unternehmen aufgefordert hat, sich zu erklären, inwieweit sie sich anmaßen von von der vorgegebenen regierungsamtlichen Politlinie abzuweichen und es wagen, mit der AfD Gespräche zu führen, habe die Präsidentin Ostermann vom Familienunternehmerverband nach Gremiensitzungen erklärt, dass „man an andere Wege der Auseinandersetzung finden müsse, wie man mit der AfD kritisch begegnen solle. Gleichzeitig solle man deutlich machen, wofür man selbst stehe.

Aktuell kann man sich fragen, was damit gemeint ist, wenn man „andere Wege Wege der Auseinandersetzung“ finden müsse. Meint man damit, dass man dem Beispiel von Gießen folgen muss, gegenüber der AfD mit bürgerkriegsähnlichen Methoden zu zeigen, dass man diese Partei bekämpfen will? Die sachliche Nachricht des Deutschlandfunks lässt darauf schließen, dass die „Gremien“ wer auch immer dies gewesen ist, der Frau Ostermann unmissverständlich zu verstehen gegeben haben, entweder ihr Rückgrat zu verbiegen und dem Diktat der linken Meinungsdiktatoren zu folgen oder Gefahr zu laufen, das Amt zu verlieren. Man darf doch alles in Deutschland sagen, wenn man in Kauf nimmt, dass man damit seine Position verliert.

Erbärmlich bei dem ganzen Vorgang ist nur, wie wenige Persönlichkeiten es gibt, die dem Diktat der linken antidemokratischen Meinungsführer mittlerweile entgegentreten und diesen selbsternannten Oberdemokraten keinen Widerstand mehr entgegensetzen. Alles das erinnert an die Nazi- und DDR-Zeit, in der auch viele Bürger meinten, dem Führer, bzw. der Partei folgen zu müssen und es nicht wagten, etwas dagegen zu unternehmen.
Nach 1945 wurde den Leuten von den Befreiern dann vorgeworfen, dass die Menschen seinerzeit nicht den Mut hatten, etwas gegen den Meinungsterror zu unternehmen, weil man dann die schlimmen Folgen hätte verhindern können. Heute muss man leider feststellen, dass die gleichen Mechanismen wieder funktionieren.

So wird man in der jetzigen Zeit auch erst dann wieder aufwachen, wenn das Chaos und die nächste Diktatur eingetreten ist. Auch dann wird man den jetzigen Führungskräften vorwerfen, warum sie ihren Mund nicht aufmachten und ihr Rückgrat immer in die gewünschte politische Richtung verbogen haben. Vielleicht wird Frau Ostermann später einmal gute Gründe vortragen, warum sie sich nicht gegen den Mainstream im Jahr 2025 gestellt hat. Die Begründung wird dann sehr plausibel klingen, im Kern aber deutlich machen, dass die Staufenbergs offensichtlich eine sehr kleine Minderheit waren und auch in der Zukunft immer bleiben werden.