Die unter der Überschrift „Schlussrunde der Spitzenkandidaten“ im ZDF und in der ARD aktuell ausgestrahlte Sendung zeigte dem Wähler noch einmal sehr eindrucksvoll, was er von den einzelnen Parteien und Politikern, die sich am kommenden Sonntag zur Wahl stellen, zu halten hat.
Die Argumente der einzelnen Parteien wurden kontrovers diskutiert, wobei es sich auch in dieser Runde zeigte, welche Parteien im Rahmen eines Kartells eine so enge Verbindung eingegangen sind, dass es keine Unterschiede zwischen diesen Parteien gibt. Abweichend waren die Einstellungen und Zielsetzungen der Parteien allerdings im sozialen Bereich. Hier wurde erkennbar, dass es der Linken darum geht, möglichst alle Bürger an den Kosten des Sozialsystems zu beteiligen, dass ein Versorgungssystem entsteht, wie es in der ehemaligen DDR existierte und letztlich zu einem Niedergang des gesamten Systems geführt hat.
Verheerend war die Einstellung zum Krieg. Besonders bemerkenswert war die Aussage der Außenministerin, die sich offensichtlich verplapperte und dem staunenden Publikum offerierte, dass die zukünftige Regierung 700 Milliarden Euro für den Krieg in der Ukraine bereitstellen will. Wer diese Summe zu bezahlen hat ist natürlich auch geregelt, das werden die Bürger in Deutschland sein. In diesem Zusammenhang ist beängstigend, wie die Blockparteienvertreter einen möglichen Krieg in Europa geradezu herbeiredeten, indem sie darauf hinwiesen, dass die Russen nach dem jetzt durch die USA möglichen Ergebnis in der Ukraine weitere Länder einschließlich Deutschland – es wurde von dem Gebiet der ehemaligen DDR gesprochen – überfallen werden. Hier stellten sich lediglich die Linken, das BSW und die AfD gegen eine solche Kriegsherbeiredung.
Aber eines wurde ebenfalls in dieser Diskussionsrunde sichtbar. Die Außenministerin zeichnete sich durch eine ungezogene und freche Diskussionstechnik aus. Sie redete wie ein Wasserfall ihre Sprüche herunter und ließ sich auch nicht von den Moderatoren von ihrem ungehobelten Benehmen abbringen. Wenn sie in dieser Weise mit ihren Gesprächspartnern bei Staatsbesuchen umgegangen sein sollte, braucht es einen nicht mehr zu wundern, dass sich die deutsche Außenpolitik durch das Verhalten und durch die Zielsetzung einer solchen Außenministerin zwischen alle Stühle gesetzt hat.
So bleibt zum Schluss dieser Runde zur inhaltlichen Politik der Parteien kaum ein Erkenntnisgewinn. Man kann aber davon ausgehen, dass bei einer CDU-Regierung unter Merz, die Kriegstreiberei weiter vorangetrieben wird, so dass man nur hoffen kann, dass die USA schnell den Krieg in der Ukraine beenden, bevor Merz Taurus-Raketen und weiteres Kriegsmaterial den Ukrainern zur Verfügung stellt.