In Paris fand wieder einmal eine Konferenz statt, zu der man nur noch sagen kann: „Außer Spesen nichts gewesen“. Die vielen „Gipfeltreffen von Politikern, die glauben die Weltpolitik bewegen zu können, jedoch gar nicht bemerkt haben, dass ihre eigenen Länder, für die sie eigentlich arbeiten sollten, im wirtschaftlichen Chaos versinken, haben Hochkonjunktur. Den Bürgern soll offensichtlich ein starkes politisches Vorgehen signalisiert werden, um die eigene Handlungsfähigkeit besonders herauszustellen. Dabei wird immer mehr erkennbar, dass die Bürger längst von diesen Treffen genug haben, weil sie bemerkt haben, dass es sich hier um ein Schattenboxen handelt, das praktisch keinen praktischen Nutzen hat.
Konkret ging es in Paris um die Absicherung eines Waffenstillstandes in der Ukraine, von dem keiner bisher weiß, ob er tatsächlich zustande kommt und wenn dies der Fall sein sollte, unter welchen Voraussetzungen ein solches Vorgehen überhaupt erfolgen wird. Das Pariser Treffen war mehr ein Wunschkonzert von Politikern, deren eigene Länder mittlerweile wirtschaftlich in die Bedeutungslosigkeit abgeglitten sind. Wenn der Hauptakteuer gar nicht an der Besprechung teilnimmt, dann muss man sich gar nicht mehr die Frage stellen, was diese Wert ist. Sie ist nämlich nichts wert, weil Russland letztlich mit den USA allein darüber entscheiden wird, ob und wie der Krieg in der Ukraine beendet wird.
Das Treffen der sogenannten „Willigen“ war nichts anderes als eine Provokation gegenüber Russland, weil hier „Willige“ ohne die Legitimation ihrer Bürger meinten bestimmen zu können, wie Russland sich zukünftig im Ukrainekrieg verhalten solle. Eigentlich wollten sie Russland vorschreiben, wie sich dieses jetzt zu verhalten hat. Im Wirtschaftsleben und der Rechtswissenschaft gibt es einen sehr klaren Hinweis: „Verträge zu Lasten Dritter sind nichtig“. Was sollte also das Gerede in Paris, wenn einer der Hauptbeteiligten gar nicht am Tisch gesessen hatte?
Über die wirtschaftliche und politische Entwicklung in Frankreich müssen wir uns nicht weiter kümmern, wenngleich sich dort Entwicklungen ergeben, die zu einer Beendigung der Brüsseler Bürokraten-EU führen könnte. Was wir aber fordern, ist dass sich der Bundeskanzler Deutschlands endlich mit der Lage in seinem eigenen Land beschäftigt und aufhört an Phantomsitzungen teilzunehmen, die besser wären, wenn sie gar nicht stattgefunden hätten. Friedrich Merz sollte sich endlich mit dem Niedergang der deutschen Wirtschaft beschäftigen. Er sollte der Bevölkerung in Deutschland erklären, warum aktuell 17.604 Insolvenzen von Personen und Kapitalgesellschaften erfolgten und davon 170.000 Arbeitsplätze betroffen waren. Allein im letzten Monat des Jahres 2025 gab es 1.519 Insolvenzen. Aktuell wurde berichtet, dass Zalando in Erfurt sein Logistikzentrum schließt und 2.700 Mitarbeiter arbeitslos werden.
Merz soll jetzt an seine Fraktionskollegen einen Brandbrief geschrieben haben. Wir kennen den Inhalt dieses Schreibens nicht, meinen aber, dass es jetzt nicht um Briefe, sondern um ein aktiven Tun gehen muss. Dies ist bei diesem Bundeskanzler zu vermissen. Merz sieht sich offensichtlich mehr als Anwalt der Ukraine und spielt lieber „Außenminister“, als dass er sich um die Probleme seines eigenen Landes kümmert.
Bei einer solchen Politik ist es aktuell keine Überraschung, dass die politische Alternative immer stärker wird und es wohl nicht mehr lange dauern wird, dass die bisherige Opposition die Regierung übernimmt. Hoffentlich ist es für Deutschland noch nicht zu spät.
Wer Verantwortung scheut, verliert das Land – lange bevor er es bemerkt. Vielleicht ließe sich alles noch besser formulieren, aber Ich schreibe nicht für Redaktionen. Ich schreibe für Menschen.