Das Auftreten der EU wird immer unerträglicher und führt zunehmend dazu, dass viele Bürger nicht mehr bereit sind, für diese Organisation einzutreten. Die EU in Brüssel entwickelt sich immer mehr zu einer Anti‑Russland‑Organisation, deren einziges Ziel die Beseitigung des russischen Staates zu sein scheint. Der jüngste Ausdruck dieses bürokratischen Wahnsinns ist das Stoppen der finanziellen Unterstützung der Biennale in Venedig.
Wie in den Medien berichtet wird, erklärte die EU‑„Außenbeauftragte“ Kallas nach einem Treffen mit den Außenministern der europäischen Mitgliedsstaaten in Brüssel, dass Kultur und Förderung nicht zu Instrumenten der Schönfärberei von Aggressionen werden dürften. Hintergrund ist die begrüßenswerte Entscheidung der Biennale‑Führung, Russland wieder zu der Kunstausstellung zuzulassen. Die Europäische Kommission – also die Regierungschefs der EU‑Mitgliedsstaaten – hatte bislang Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren zugesagt.
Es wäre richtig, den ideologischen Furor, der sich mittlerweile gegen Russland entwickelt, zu beenden und wenigstens im Bereich der Kunst eine Kontaktmöglichkeit zwischen den Ländern nicht durch eine dumme ideologische Verbohrtheit zu verhindern. Wenn es nicht mehr möglich ist, dass Völker miteinander in Kontakt treten, darf man sich nicht wundern, wenn die Gegensätze immer größer werden und jeder Staat sich gegenüber den anderen abschottet. Was die EU gegenwärtig praktiziert, dient nicht einem friedlichen Miteinander der Völker, sondern einem systematischen Aufheizen von Gegensätzen.
In diese Linie fügt sich auch die Kritik der Außenbeauftragten – man sollte sich fragen, wessen Auftrag diese Dame überhaupt vertritt – an der Entscheidung des Olympischen Komitees ein, russische Athleten zuzulassen. Die Außenminister – welche genau? – der europäischen Mitgliedsstaaten hätten diese Entscheidung „auf das Schärfste“ verurteilt, so der Deutschlandfunk. Haben diese Minister und die EU‑Bürokratie auch die Teilnahme israelischer Athleten „auf das Schärfste“ verurteilt, obwohl deren Land für den Tod von tausenden Palästinensern verantwortlich ist? Hier zeigt sich die Verlogenheit dieser EU‑Kommission, die offensichtlich nur noch einen Feind kennt – und das ist Russland.
Man kann nur noch von glücklichen Umständen sprechen, dass der Einfluss dieser EU‑Bürokratie immer weiter schwindet, weil viele Bürger nicht mehr bereit sind, eine einseitige Politik, die nur noch einen Feind kennt, zu akzeptieren. Und in der Weltpolitik hat Brüssel ohnehin keine Stimme mehr – und das ist gut so.