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Gewalt gegen Journalisten nimmt zu – warum?

Sehr häufig berichten die Medien über die zunehmende Gewalt gegen Journalisten. Besonders fällt dabei auf, dass man offensichtlich sehr überrascht ist, warum plötzlich eine solche zunehmende Aggression gegen Journalisten entstanden ist und worin die Ursachen für diese sehr bedenkliche Entwicklung liegen.

Nach der Kriminalpolizeilichen Meldestelle wurden im Jahr 2020 insgesamt 252 Straftaten im Zusammenhang mit Gewalt gegen Journalisten registriert. Von diesen Straftaten seien 144 Straftaten aus dem rechten Milieu, 42 Straftaten aus linken Kreisen, 9 Straftaten mit ausländischer Ideologie, 2 religiös motivierte Straftaten und 55 konnten keinem Bereich zugeordnet werden.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass 578 Hassverbrechen gegen die sexuelle Identität registriert wurden.

Nun ist das mit Statistiken immer problematisch, weil die reinen Zahlen nicht immer ein tatsächliches Bild wiedergeben. Um hier ein möglichst objektives Bild zu erhalten, müßten die einzelnen Straftatbestände genauer betrachtet und gewichtet werden. Es ist eben ein Unterschied, ob eine verbale Entgleisung gegen einen Dritten vorgelegen hat oder ob körperliche Gewalt mit entsprechenden Folgen für den Angegriffenen angewandt wurde. Gerade im rechen Milieu wird jede verbale Äußerung als Straftat registriert, während bei linken Demonstrationen sehr häufig brutale Gewalttaten von den Demonstranten zu beobachten sind.

Wie kommt es aber gerade jetzt dazu, dass die Gewalt gegen Journalisten, aber auch gegen Polizisten und Rettungsdienstmitarbeiter so erheblich zugenommen hat?

Uns erstaunt es sehr, dass jetzt gerade die Journalisten über die Gewaltentwicklung in Deutschland – auch in anderen Ländern sind gleiche Phänomene zu beobachten – überrascht sind und sich die Frage stellen, welche Ursachen für diese Entwicklung vorliegen. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die als Ursache für den Zustand unserer Gesellschaft identifiziert werden können. Vielleicht sollten die Journalisten einmal wieder verstärkt zu ihrer eigenen Profession zurückkehren und sich verstärkt mit der Recherche befassen. Man muss sich dann aber auf die richtigen Themen konzentrieren.

Aber blicken wir vorerst einmal in ein psychologisches Wörterbuch, um uns abstrakt damit zu befassen, woher die Gewalt eigentlich kommt. Wissenschaftliche Untersuchungen von Roth und anderen Hirnforschern weisen auf die sogenannte Frontalhirn-Hypothese hin. Das Frontalhirn des Menschen – wir möchten doch davon ausgehen, dass die Mehrzahl der Bürger über ein eigenes Gehirn verfügen – kontrolliert Angst, Ärger und Aggression. Angst entsteht aus Besorgnis vor Daseinsnot, vor Verlust oder Beeinträchtigung des Lebens. Dies führt dann zu einem affektiven Drang, sich der Not oder Gefahr zu entziehen, so dass Aggressionen und diffuse Gewalt gegen andere Menschen entstehen kann.

Wenn man den Bürgern ständig eine Geschichte erzählt, dass der Weltuntergang aus welchen Gründen – einmal ist es die Umwelt, ein anderes Mal ist es eine Pandemie, ein anderes Mal ist es das Ende von Ressourcen – demnächst kommt, dann braucht man kein grandioser Wissenschaftler zu sein, um sich über die Folgen einer solchen gezielten Angstpsychose bewußt zu werden.

Die Journalisten sollten einmal in ihre Archive blicken, über welche Themen sie in den letzten zwei Jahren überwiegend berichtet haben. Aber es gibt weitere Gründe, die dazu geführt haben, dass die Gesellschaft in Deutschland immer mehr gespalten wurde und sich Gruppen von Bevölkerungskreisen mittlerweile regelrecht bekämpfen. Auch hier sind die Journalisten nicht unbeteiligt. Den Bürgern wird eingehämmert, dass es die Guten und die Bösen gibt. Allein schon Hinweise auf die Nation werden als nationalistisch diffamiert, während alle Bürger, die zu den Guten gehören, weltoffen, divers und vor allen Dingen nicht stolz auf ihr eigenes Land sein dürfen. Während der Verfasser diesen Kommentar schreibt, wurde im Deutschlandfunk in der Sendung „Kontrovers“ darüber diskutiert, ob der 9. November ein Nationalfeiertag sein sollte. Wenn ein Volk nicht mehr in der Lage sein sollte, sich über eigene nationale Ereignisse nicht mehr freuen zu dürfen, weil es damit entweder die Vergangenheit nicht angemessen würdigt oder weil sich Asylanten nicht einbezogen fühlen, dann ist in der Gesellschaft irgendetwas nicht mehr in Ordnung.

Die Journalisten haben es in den letzten Jahren verstanden, ihren Mitbürgern überwiegend wie Oberschullehrer aufzutreten, die ihren „Schülern“ sagen, wie und was sie zu denken und Nachrichten einzuordnen haben. Da ein Volk eben nicht nur eine Ansammlung von ungebildeten Menschen ist, sondern durchaus in der Lage ist, zu eigenen Standpunkten zu gelangen, die fundiert begründet sind, kann es durchaus dazu kommen, dass einige Bürger wütend werden, wenn ihnen von Journalisten etwas eingetrichtert werden soll, was erstens Unsinn und zweitens oft ideologische Verblendung ist. Wie kommen die Journalisten der Leitmedien eigentlich dazu, eine Sprache zu sprechen, die von zweidrittel der Bürger abgelehnt wird?

Verstärkt wird diese Entwicklung auch durch eine immer stärker zu beobachtender einheitlicher Berichterstattung. Durch die Tätigkeit von sogenannten Redaktionsverbünden (Redaktionsnetzwerk Deutschland und Funke Mediengruppe) erscheinen in vielen Zeitungen die gleichen Artikel mit den gleichen Meinungen. Auch das führt zu einer Aggression von gebildeten Bürgern, die feststellen, dass es bald gleichgültig ist, welche Zeitung gelesen wird, weil in allen Zeitungen überwiegend die gleichen Artikel verbreitet werden.

Verstärkt wird diese einseitige Indoktrination der Bürger noch durch die Unterhaltungssendungen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Es gibt kaum noch einen Film, sei es Krimi oder sonstiges Thema, in dem der besondere erzieherische Anspruch deutlich wird. In fast jedem Film im Fernsehen, werden die angeblichen Leitbilder, wie sie jetzt angenommen werden müssen, vorgegeben. Natürlich wird darin den Bürgern vermittelt, dass es nur noch diverse Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe gibt und das Deutschland eigentlich ein Einwanderungsland sei, das eine eigene Identität nicht mehr benötigt. Wundert es dann noch, wenn die Aggressionen bei den „Indigenen“ wie man ja so schön zu den Einheimischen heute zu sagen hat, steigt?

Wir schlagen vor, dass man sich einmal ernsthaft mit den Ursachen der Gewalt befassen sollte und nicht gleich mit Patentrezepten jegliche Diskussion im Keim erstickt. Dann wird man die Ursachen der zunehmenden Gewalt sehr schnell identifizieren und wenn man auf eine Ideologie verzichtet, wird die Gesellschaft auch wieder sehr schnell gesunden.

 

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten

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