Kategorien
Aktuell

Frau Klöckner überschätzt sich – und ihr Amt als Bundestagspräsidentin

Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner scheint immer für eine Überraschung gut zu sein. Im Bundestag hat sie sich inzwischen den zweifelhaften Ruf erworben, den Abgeordneten wie eine strenge Oberschullehrerin vorschreiben zu wollen, was sie in ihren Reden zu sagen oder zu unterlassen haben – ohne Gefahr zu laufen, mit Ordnungsrufen oder Strafgeldern selbst den Saal verlassen zu müssen. Bei einem solchen Auftreten sollte man annehmen, dass sie zumindest ihren eigenen, gesetzlich klar umrissenen Handlungsspielraum als Bundestagspräsidentin kennt. Immerhin steht dieses Amt in der Rangfolge der Staatsämter unmittelbar hinter dem Bundespräsidenten.

Der Auftritt, den Frau Klöckner jedoch in der Rada, dem Parlament der Ukraine, bot, lässt erhebliche Zweifel an ihrem Amtsverständnis aufkommen. Mehr noch: Er weckt die Befürchtung, dass sie selbst gar nicht bemerkt hat, welche politischen und verfassungsrechtlichen Folgen ihre Rede in Kiew haben könnte.

Der Fernsehsender Phoenix übertrug die Rede live, sodass ihr Inhalt eindeutig dokumentiert ist und nicht auf Vermutungen beruht.

Julia Klöckner ist die erste Bundestagspräsidentin, die vor der Rada gesprochen hat. In ihrer Rede formulierte sie klare politische Botschaften: Die Ukraine lasse sich „ihre politische Freiheit nicht nehmen“. Russland müsse seine Gebietsansprüche aufgeben, nicht die Ukraine. Die Ukraine gerate trotz anderer Krisen „nicht aus dem Blick“ Deutschlands. Die Rada stehe „exemplarisch für den demokratischen Widerstand Europas“. Zudem sicherte sie „den Rückhalt des Bundestages“ bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu.

Darüber hinaus erklärte sie, sie komme aus Rheinland-Pfalz – einem Bundesland, in dessen Kasernen ukrainische Soldaten ausgebildet wurden und werden, um anschließend gegen Russland zu kämpfen.

All dies äußerte sie in einem Parlament eines Landes, das sich im Krieg befindet, weder Mitglied der NATO noch der EU ist. Und sie tat es als Präsidentin des Deutschen Bundestages – ohne erkennbaren Auftrag des Parlaments. Hinzu kommt, dass keineswegs alle Abgeordneten die Ukraine-Politik der CDU-Politikerin teilen.

Noch gravierender ist jedoch: Die Bundestagspräsidentin ist kein Regierungsmitglied. Sie kann daher keine Regierungspolitik im Ausland vertreten, es sei denn, der Bundestag hätte sie ausdrücklich dazu legitimiert. Eine solche Beschlusslage existiert nicht.

Das Verhalten von Frau Klöckner in Kiew war aus meiner Sicht unverantwortlich. Sie äußerte sich in ihrer Funktion als Bundestagspräsidentin wie eine Vertreterin einer Kriegspartei. Sie spricht im Parlament eines Landes, das sich im Krieg befindet. Sie ermutigt dieses Parlament, den Krieg fortzuführen. Sie verweist auf deutsche militärische Beiträge. Und sie spricht im Namen des Bundestages, obwohl dieser keine entsprechende Beschlusslage hat.

Man darf gespannt sein, welche Schlüsse die Regierung in Moskau aus diesem Auftritt ziehen wird. Vorsichtig formuliert: Das politische Klima zwischen Deutschland und Russland wird sich durch diese Rede kaum verbessern. Eine Bundestagspräsidentin, die ihr eigenes Amt derart überschätzt, trägt nicht zur Entspannung bei.

Das Handeln der Bundestagspräsidentin wirkt aktuell weniger wie strategisches Kalkül, sondern vielmehr wie eine gefährliche Verwechslung von Rolle und Mission ihres Amtes. Klöckner ist kommunikativ impulsiv, politisch ehrgeizig und medienaffin. Sie liebt symbolische Auftritte und klare Botschaften. Sie liebt die Bühne.

Doch die Rolle der Bundestagspräsidentin verlangt das Gegenteil: Zurückhaltung, Neutralität, institutionelle Klarheit.

Julia Klöckner hat die politische Bedeutung ihres Amtes überschätzt – und die verfassungsrechtlichen Grenzen unterschätzt. Zu einer solchen Präsidentin kann man kaum Vertrauen haben.


Kategorien
Aktuell

Aktuell macht sich Friedrich Merz weiter unglaubwürdig

Das Treffen der vier Staatschefs, Friedrich Merz, Emmanuel Macron, Donald Tusk und Keir Starmer in Kiew mit dem Zusammentreffen des Staatschefs Selenskyj am Wochenende wurde den Bürgern als ein historisches Ereignis verkauft. Jedenfalls brachten einige Zeitungen zum Ausdruck, dass es sich bei dieser Reise um eine historische Reise gehandelt habe.

Mit großen Worten und einem theatralisch gestalteten Theaterablauf meinten diese Herren die große Einigkeit der Europäer zu demonstrieren, um dem russischen Staatspräsidenten Putin die Stirn zu bieten. Offensichtlich schienen sich diese Politiker sehr mächtig und groß vorzukommen. Jedenfalls meinten sie, Putin gegenüber ein Ultimatum stellen zu können, das darauf hinauslief, dass von Putin verlangt wurde, unverzüglich einen Waffenstillstand zu veranlassen. Erst wenn dies erfolgt sei, könne man über den weiteren Ablauf des Krieges mit Putin sprechen. Folgt Putin diesen von sich selbst überzeugten Politikern nicht, dann würde man weitere Sanktionen gegen Putin einleiten.

Aktuell stellt sich dabei erst einmal die Frage, mit welcher Legitimation diese Herren in Kiew eigentlich aufgetreten sind. Werden nicht aktuell Gespräche und Verhandlungen auf der eigentlichen Entscheidungsebene, dazu gehört keiner der jetzt in Kiew anwesenden Politiker, zwischen den USA und Russland geführt, die darauf hinauslaufen, dass auf dieser Ebene entschieden wird, wie es mit der Ukraine weiter ablaufen soll? Und ist es nicht höchst vermessen, dass Merz und Co glauben, sie seien in der Lage, Putin zu drohen, wenn dieser nicht dem Ultimatum dieses ehrenwerten Gremiums aus Europa folgen sollte? Was will denn der Bundeskanzler Friedrich Merz machen, wenn seine Worte an Putin in keiner Weise wahrgenommen werden? Will er dann mit den Taurus-Raketen selbst in das Kriegsgeschehen eingreifen oder endet alles immer so wie bei Friedrich Merz, große Worte werden ohnehin schnell wieder revidiert?

Die Auflösung der starken Worte von Merz und Co ließen auch gar nicht lange warten. Noch in der Nacht erklärte sich Putin bereit zu Verhandlungen auch mit Selenskyj in Istanbul. Allerdings nicht in der von Merz vorgegebenen Reihenfolge. Und welche Überraschung: Trump ließ inzwischen wissen, dass er davon ausgehe, dass Selenskyj dem Angebot von Putin folgt. Peinlicher konnte der große historische Auftritt der vier Staatschefs gar nicht enden.

Vielleicht sollte sich Bundeskanzler Merz doch besser erst einmal um die Probleme in Deutschland kümmern. Dabei müsste er noch nicht einmal befürchten, von Trump wieder zurückgepfiffen zu werden. Aber im Inland hat Friedrich Merz sein Glaubwürdigkeitsproblem aktuell dramatisch gesteigert. Nachdem er entgegen seinen Versprechungen, nicht mit der SED-Nachfolgepartei zusammenzuarbeiten wieder einmal gebrochen hat, dankt diese Partei der CDU damit, dass sie jetzt offen erklärt, dieses Wirtschaftssystem abzuschaffen. Man darf gespannt sein, wie „dankbar“ die Bürger diese „politische Wende“ der CDU aufnehmen und wie sich das dann bei den nächsten Wahlen in Stimmen auszahlen wird.

Alles nicht so schlimm: Friedrich Merz hat sein Ziel, Kanzler zu werden erreicht. Was soll denn da noch passieren? So scheint der Bundeskanzler zu denken.



Kategorien
Aktuell

Friedrich Merz sollte sich erst einmal um Deutschland kümmern

Friedrich Merz macht es aktuell so, wie Merkel es praktizierte. Diese reiste auch durch die Welt, um den Eindruck zu vermitteln, Deutschland müsse sich um die gesamten Probleme der Welt kümmern. Das Ergebnis kann jeder wahrnehmen, wenn er die gesamte Infrastruktur in Deutschland betrachtet.

Friedrich Merz scheint es wichtiger zu sein, den Konflikt mit Russland weiter anzuheizen. Man muss sich ernsthaft fragen, was er in Kiew glaubt zu suchen zu haben. Dabei wäre es in erster Linie seine Aufgabe, sich um die Probleme des eigenen Landes zu kümmern. Wenn er so weitermacht, kann dies nur dazu führen, dass die Bürger bald dafür sorgen werden, spätestens bei der nächsten regulären Bundestagswahl für einen wirklichen politischen Wechsel zu sorgen. Die gegenwärtige Politik dieses unglaubwürdigen Politikers macht nur noch Angst und verstärkt den Zorn, dass ständig von Frieden geredet, in Wahrheit aber der nächste Krieg wieder vorbereitet wird.

Kategorien
Aktuell

Was hat Frau von der Leyen in Kiew zu suchen?

Erstaunt werden sich viele Bürger aktuell gefragt haben, was die Kommissionspräsidentin der EU, die deutsche, grundsätzlich englisch-sprechende Ursula von der Leyen in Kiew gesucht hat. Es wurden schöne Bilder gezeigt, wie die Kommissionspräsidentin den Kriegsherrn der Ukraine herzlich begrüßt.

Es ist schon bemerkenswert, was für eine Touristentätigkeit von westlichen Politikern und Militärs in ein Kriegsgebiet eingesetzt hat. Dabei scheint der Zug eine wichtige Rolle zu spielen, weil offensichtlich dieser das bevorzugte Reisemittel für die westlichen Besucher in der Ukraine zu sein scheint.

Jetzt stellen sich für einen noch nicht ganz von der westlichen „wertegeleiteten“ Propaganda verdummten Bürger einige Fragen, nämlich wie ist dieser Tourismus in ein doch angeblich gefährliches Kriegsgebiet überhaupt möglich? Sind die Russen, wirklich so schwach, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ausländische Kriegsunterstützer an das Betreten eines Kriegsgebietes in der Ukraine zu hindern? Oder gibt es sogar Absprachen zwischen Russland und den USA, die den Besuchstourismus westlicher Politiker zumindest schweigend zur Kenntnis nehmen, weil sie damit ein bestimmtes Ziel verfolgen, das der staunenden Öffentlichkeit bisher verborgen geblieben ist oder auch verborgen bleiben soll.

Da gibt es aber noch andere Gesichtspunkte, die viel gravierender sind und zeigen, wie wenig sich die EU-Bürokraten an den Belangen der Bürger in den europäischen Staaten orientieren. Man kann auch sagen, wie sehr man glaubt, die Meinungen der Bevölkerung in keiner Weise berücksichtigen zu müssen. Fakt ist, dass die Ukraine weder Mitglied der NATO, noch Mitglied der Europäischen Union ist. Bisher liegen lediglich Absichtserklärungen einiger Politiker vor, die offensichtlich glauben, sehr schnell den amerikanischen Wünschen nachzukommen zu müssen. Nimmt man die Erklärungen dieser Frau von der Leyen wahr, die sie offensichtlich in Kiew gegenüber dem Präsidenten der Ukraine, der – vielleicht sollte auch darauf einmal hingewiesen ist – nicht das gesamte ukrainische Volk ist, gemacht hat, dann lässt Frau von der Leyen den Eindruck entstehen, dass die Ukraine bereits jetzt zu der sogenannten EU-Familie – was das auch immer sein soll – gehöre und somit die Aufnahme in die EU nur eine Frage der Zeit sei.

Wenn wir richtig informiert sind, dann hat ein offizielles Eröffnungsverfahren für die Aufnahme der Ukraine in die EU noch gar nicht begonnen. Vielmehr sind eine Vielzahl von Fragen zu klären, bis über den eigentlichen Aufnahmeantrag, dem ja dann auch alle EU-Mitglieder zustimmen müssen, entschieden werden kann. Bis dahin sind insbesondere auf der Seite der Ukraine große Hürden zu überwinden, wobei die Korruption in der Ukraine wohl nur eines der vielen offenen Probleme zu sein scheint, die zu klären sind.
Wahrscheinlich hat Frau von der Leyen auch noch gar nicht wahrgenommen, dass ihre eigene Bedeutung in der Weltpolitik und damit auch die Möglichkeit ihrer Einflussnahme keinesfalls so unbestritten ist, so dass sich diese Frau – wie sie es auch als Verteidigungsministerin in Deutschland getan hatte- selbst sehr überschätzt. Als Verteidigungsministerin in Deutschland hat sie bei der Bundeswehr einen politischen Scherbenhaufen hinterlassen, ihre Ergebnisse in der EU halten sich ebenfalls bei einer intensiven Betrachtung sehr in Grenzen. Wie bedeutungsvoll Frau von der Leyen in der Weltpolitik angesehen wird, konnten die Bürger bei dem Besuch des französischen Präsidenten Macron in China, eindrucksvoll zur Kenntnis nehmen, als sie mit einem Linienflug wie eine Sightseeing Touristin in China ankam und nachträglich zeitweise an dem Gespräch zwischen Macron und dem Staatspräsidenten von China, Xi Jinping, teilnehmen durfte.

Wenn die Ukraine kein Mitglied der EU ist, stellt sich weiter die Frage, mit welchem Auftrag trat Frau von der Leyen in Kiew überhaupt auf? Es sieht so aus, als wolle sie in der Öffentlichkeit den Eindruck erwecken, als wenn die Ukraine bereits Teil der EU sei. Offensichtlich glaubt sie, durch ihr Verhalten, Fakten zu schaffen, so dass sie die Entscheidung der EU, ob die Ukraine überhaupt in die EU aufgenommen werden soll, rechtswidrig determinieren will. Mit diesem Verhalten ist allerdings Frau von der Leyen auch nicht allein. Auch die Nato scheint den Eindruck zu erwecken, als wenn die Ukraine bereits zur Nato gehöre. Im Gegensatz zur EU, deren Bedeutung in der Weltpolitik sehr eingeschränkt ist, ist das Verhalten der NATO gefährlich, weil es einen Weltkrieg auslösen könnte.

Vielleicht ist es doch ratsam, etwas abzuwarten, wobei besonders die Entscheidungen unseres „großen Freundes“ abgewartet werden sollten. Es könnte auch die Situation eintreten, dass die USA zusammen mit Russland ganz andere geopolitische Entscheidungen treffen. Und ob der Herr Selenskyj dabei als Sieger hervorgeht, ist mehr als fraglich.
Wer viel mehr in diesem weltpolitischen Kalkül zu verlieren hat, ist Deutschland.