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Friedrich Merz meint offensichtlich, die Ukraine werde gewinnen

Es ist schon rührend, wenn man die Nachrichten über den Ablauf der sogenannten G7‑Staaten verfolgt. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man den Eindruck gewinnen, als glaubten hier Regierungschefs, das Schicksal der ganzen Welt bestimmen zu können. Die Abläufe des Miteinanders erinnern an einen Kindergarten. Jeder will der Mächtigste sein, und man merkt gar nicht mehr, wie lächerlich man sich gegenüber den Bürgern macht. Immer wieder geht es nur darum, sich gegenseitig Einigkeit zu versichern, und jeder hält sich für den Starken.

Seit Jahren hören wir nun, dass die Ukraine Russland besiegen werde. Russland könne den Krieg militärisch nicht gewinnen. Der ukrainische Präsident, der in dieser Runde eigentlich gar nichts zu suchen hat, wird als Symbol des Freiheitskampfes gegen Russland herzlich begrüßt, umarmt – und anschließend kaum noch wahrgenommen. Der Mann, der im schwarzen Outfit erscheint und damit Assoziationen an einen leibhaftigen Beelzebub wecken könnte, soll offenbar das Kriegsgeschehen in der G7‑Runde bildlich verkörpern. Ein wahrhaft heldenhafter Mann, der angeblich alle Voraussetzungen mitbringt, Putin endlich die Stirn zu bieten. Tragisch für ihn ist nur, dass seine Forderungen bei denen, die tatsächlich über das Ende des Krieges entscheiden können, kaum Gehör finden. Und das sind weder Selenskyj noch die „Weltenführer“ der G7, sondern einzig und allein Putin und Trump.

Die theatralischen Worte des sorgenvoll dreinschauenden Bundeskanzlers Friedrich Merz im Fernsehen, der seinem Volk vermittelt, es sei nun endlich ein Durchbruch erreicht, weil Trump von Putin gefordert habe, den Krieg in der Ukraine zu beenden, sorgten nicht für einen Erkenntnisgewinn. Sie bestätigten lediglich die politische Selbstüberschätzung dieses Kanzlers.

Wenn man als Bürger das Theatertreffen der G7 so wahrnimmt, wie es durch die öffentlich‑rechtlichen Medien vermittelt wird, könnte man den Eindruck gewinnen, ganz Europa sei nur noch damit beschäftigt, die Ukraine zur führenden Weltmacht gegenüber Russland aufzubauen.

Vielleicht hat Trump das Spiel dieser G7‑Politiker längst durchschaut und nun so getan, als habe er seinen Kurs gegenüber Russland geändert. Es könnte aber auch dafürsprechen, dass Trump die G7‑Staaten benötigt, um Unterstützung für seinen Konflikt mit dem Iran zu erhalten. Deshalb macht er jetzt genau das, was Merz und Co. ihm gegenüber bisher getan haben: Er redet ihnen nach dem Mund, weckt ihre Eitelkeit – und glaubt so, seine eigenen Ziele durchsetzen zu können.

Die Proteste der Bürger, die in Frankreich aktuell nicht demonstrieren dürfen und deshalb auf das Gebiet der Schweiz ausgewichen sind, interessieren diese Politiker ohnehin nicht. Es reicht ihnen, dass die Bürger die Rechnung für den Krieg gegen Russland bezahlen. Denn ohne frische Milliarden der europäischen Steuerzahler müsste die Ukraine längst den Staatsbankrott erklären – und dann wäre der Krieg sehr schnell beendet. Genau das aber soll verhindert werden, wo doch – wie Ursula von der Leyen vollmundig erklärte – sich das Blatt zugunsten der Ukraine gewendet habe. Also wird der Krieg fortgesetzt. Noch scheint es Menschen zu geben, die als Soldaten ihr Leben opfern müssen, damit die Ukraine gegen Russland gewinnt – obwohl dies ein frommer Wunsch bleibt, der nicht in Erfüllung gehen wird.

 


Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten
Studium Sozialarbeit
AKAD Management-Fernstudium
Ergänzungsstudium Wirtschaftsphilosphie

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