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Das durchsichtige Spiel des Jörg Meuthen

Nach dem Austritt des ehemaligen Bundessprechers Jörg Meuthen aus der Alternative für Deutschland zeigen sich viele Parteimitglieder tief enttäuscht von der Art und Weise seiner Demission. Carsten Hütter, Mitglied des AfD-Bundesvorstandes, kommentiert den Abgang Meuthens wie folgt:

„Jörg Meuthen hätte einfach aus der AfD austreten können, ohne dabei groß Aufsehen zu erregen und sich gegenüber allen relevanten Medien dieses Landes über seine offensichtlich vorgeschobenen Beweggründe auszulassen. Es ist traurig, dass er seine mediale Bekanntheit, die er als langjähriger Bundessprecher der Alternative für Deutschland überhaupt erst erlangt hat, nun mit fadenscheinigen Behauptungen dafür missbraucht, der AfD und ihren sich für unser Land engagierenden Mitgliedern nachträglich massiv zu schaden. Mit der Ankündigung einer eigenen Parteigründung führt er sich selbst ad absurdum: Nur um eine angebliche Lücke zwischen CDU und AfD zu konstruieren, die Jörg Meuthen jetzt selbst zu füllen sich anschickt, hat er das Narrativ einer ‚rechtsgerutschten‘ AfD erfinden müssen. Sein Nachtreten nach so vielen erfolgreichen Jahren enttäuscht mich auch persönlich sehr.“

Bereits seit längerer Zeit konnte man nur noch mit großer Verwunderung wahrnehmen, in welcher Weise sich Jörg Meuthen für die AfD äußerte. Eigentlich hatte man bereits lange den Eindruck, daß dieser Mann der AfD nur noch Steine in den Weg legte. Allerdings ist es auch möglich, daß ganz andere Kräfte im Hintergrund Regie führten und Herr Meuthen von Anfang an, eine ganz andere Zielrichtung verfolgte.
Wer sagt denn, daß nicht der Verfassungsschutz seine Leute in die AfD gesandt hat, damit diese von innen her die AfD bekämpfen. Das wirksamste Mittel ist, die Partei in eine rechtsradikale Ecke zu stellen, damit insbesondre diejenigen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, so verunsichert werden, daß sie sich von der AfD distanzieren, weil sie Angst um ihre berufliche Entwicklung haben. Die Stimmungsmache ist mittlerweile soweit fortgeschritten, daß bereits ein Bekenntnis zu einer intakten Familie und eigenen Kindern angeblich eine nationalistische Gesinnung erkennen lassen soll. Noch schlimmer ist es, wenn sich Bürger zu ihrer Heimat bekennen und zum Ausdruck bringen, daß für sie die Heimat eine sehr wichtige Angelegenheit sei. Noch schlimmer wird es, wenn Bürger sich gegen den Genderwahn wehren und darauf hinweisen, daß die Freiheitsrechte der Bürger immer mehr eingeschränkt werden. Das sind dann schon die Querdenker, die man gleich bei den Nazis verorten muß oder die geistig bereits so weggetreten sind, daß man sie auch nicht mehr ernst nehmen muß. Das ist ein bewährtes Prinzip aller Diktatoren: Alle, die nicht den Weisungen der Regierungen folgen, sind entweder dumm oder verrückt oder sie sind asozial und vertreten rechtsradikale Gedankengänge. Natürlich sind diese „Menschen“ nicht weltoffen, antiphobisch und haben noch immer nicht begriffen, daß Queer-Sein die einzige sinnvolle Lebensform ist.

Man kann sehr gespannt sein, wie lange eine solche antidemokratische Verhaltensweise durchgehalten werden kann und wann die Bürger anfangen, darauf hinzuweisen, daß man mit ihnen nicht alles machen kann.

Die Trennung des bisherigen Co-Vorsitzenden Meuthen von der AfD kann nur begrüßt werden. Der AfD kann man nur raten, genau zu prüfen, welche ihrer Führungspersönlichkeiten für die Partei arbeiten und welche Führungspersönlichkeiten einem anderen Auftraggeber verpflichtet sind. Diese Technik ist übrigens auch nicht neu und gehört zu dem Grundhandwerkzeug von Systemen, die darauf bedacht sein müssen, daß nur ihre Meinung als allgemeingültige Meinung anerkannt und akzeptiert wird. Es ist aber auch festzustellen, daß solche Systeme in der Geschichte keine lange Verweildauer gehabt haben.

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten

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