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Der Genderwahn ist bereits zu einer Gender-Diktatur mutiert und viele Bürger haben dies noch nicht bemerkt

Es ist schon sehr interessant, wie uns die Medien – Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen – einreden wollen, daß die sogenannte geschlechtergerechte Sprache eine Selbstverständlichkeit sei und von allen Bürgern akzeptiert wird.

Die Sächsische Zeitung hat in ihrer Ausgabe am 11.2.2022 unter der Überschrift „Aus dem Zapfhahn wird nie ein Zapfhuhn“ einer Gender-Aktivistin fast eine ganze Seite zur Verfügung gestellt, damit den geneigten Lesern dieser Zeitung ein neues Sprachbewußtsein vermittelt werden konnte. Natürlich erfolgte dies von einer Fachfrau. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, über ein von ihr entwickeltes Webportal „Genderleicht.de“ den Bürgern – diese Genderfrau würde natürlich „Bürger_innen“ sagen – an praktischen Beispielen darzulegen, wie mehr Symmetrie zwischen allen Beteiligten hergestellt werden kann. Was sie mit mehr „Symmetrie bei allen Beteiligten“ in diesem Zusammenhang meinte, konnte der nicht geneigte männliche Leser dieses Artikels nicht erkennen. Es darf vermutet werden, daß eine gedankliche Einheitslinie bei den „Gendersprecher_innen“ in deren Bewußtsein eingeübt werden soll, denn ein denkender Mensch, würde sich bei dieser Genderverballhornung der Sprache nur mit Abscheu von dieser Sprachideologie abwenden. Der gesamte Artikel wurde in Form eines Interviews dargeboten. Dies sollte wahrscheinlich die besondere Spontanität und Schlagfertigkeit der Gender-Fachfrau aufzeigen.

Allerdings war der gesamte Artikel für kritische Leser doch erhellend, weil er die subtilen Formen der Indoktrination einer kleinen sich elitär gebenden radikalen Minderheit von Feministinnen und angeblichen Wissenschaftlerinnen offenbarte und denjenigen Lügen strafte, die immer wieder behaupten, es gäbe keine Beeinflussung, wie in Deutschland gesprochen werden darf. Es würde auch keiner gezwungen, sich dem Genderwahn zu unterwerfen, wenn er dies nicht wolle. Übrigens handelt es sich bei dieser Fachfrau um Christine Olderdissen, die – wie es in der Zeitung stand – Jura studiert hat und als Fernsehautorin und Webdesignerin tätig ist.

Die Leser sollten begreifen, daß mit der Sprache die Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt „mitverhandelt“ wird. Und natürlich – wie könnte es auch anders sein – wird in diesem Zusammenhang auf die trans-, intergeschlechtlichen und nicht binären Menschen hingewiesen, die durch die neue Form der Sprache, wie sie sich eine Minderheit von Feministinnen wünschen, endlich wahrgenommen werden.

Nun mag es sein, daß die Sprache viele Funktionen hat, angefangen von einer schlichten Benennung von Gegenständen, damit alle das Gleiche meinen, wenn sie ein bestimmtes Wort aussprechen bis hin zur künstlerischen Ausdrucksform, bei der über die Sprache eine innere Betroffenheit eines Künstlers seiner Umgebung gegenüber zum Ausdruck gebracht wird. Auch philosophische Abhandlungen benötigen eine möglichst präzise Sprache- Natürlich kann man Sprache auch als Waffe einsetzen und man kann auch mit der Sprache eine gezielte Verdummung seiner Mitmenschen durchführen. Was aber die meisten Menschen nicht machen werden, ist, daß sie bei der Erörterung von Sachfragen immer gleich an jegliche Formen von sexuellen Randerscheinungen denken und erst recht nicht meinen, bei allen Gesprächen immer nur die verschrobenen Gedanken von Feministinnen berücksichtigen zu müssen. Ein Durchschnittsbürger wird vielmehr die Auffassung vertreten, daß jeder seinen Empfindungen, sexuellen und sonstigen Befindlichkeiten nachgehen kann und darf, sofern er nicht seine Umgebung belästigt. Bisher war es auch nicht üblich, daß man gefragt wurde, wann man mit seiner verheirateten Frau zum letzten Mal Geschlechtsverkehr hatte. Aber immerhin zeigt diese Aussage, daß es den Gender-Damen eben nicht nur um die Sprache geht, sondern daß mit dieser Sprache Gesellschaftspolitik gestaltet werden soll.

Noch deutlicher wird die Genderfachfrau, wenn sie auf die Frage, ob sich manche bei der Vorgabe der Sprechweise nicht einem Anpassungsdruck ausgesetzt fühlen, auf den möglichen Druck in den Hochschulen und Universitäten verweist. Dieser Druck, so meint diese Dame, werde aufgebaut, weil die Studenten, sie spricht von Studierenden, was falsch und unpräzise ist, weil ja nicht nur diejenigen gemeint sind, die gerade studieren, sondern auch die Studenten, die natürlich nicht immer studieren, weil sie auch neben dem Studium andere Dinge machen, sei erforderlich, weil sie (die Studenten) lernen müssen, sich wissenschaftlich, präzise auszudrücken. Dazu gehört auch die geschlechtergerechte Sprache, aber nicht unbedingt der Genderstern. Was hat eine präzise und wissenschaftliche Ausdrucksweise mit einer Gendersprechweise zu tun? Nichts! Wie unpräzise die Genderrederei ist, kann man daraus erkennen, wenn jemand von Studierenden spricht, aber die Studenten meint. Es wird ferner deutlich, daß die Hochschulen – obwohl sie immer das Gegenteil behaupten – ihre Studenten sprachlich indoktrinieren, indem sie ihren Studenten vorschreiben, daß sie den Genderwahnsinn mitmachen müssen.

Mit welcher Arroganz und Überheblichkeit sich diese Genderfachfrau über andere lustig macht und diese nicht ernst nimmt, kann man an ihrer Antwort auf die Frage „Können sie nachvollziehen, daß sich manche belästigt fühlen, wenn sie von Behörden ein Schreiben mit Genderstern kriegen oder in öffentlich-rechtlichen Medien den Knacklaut hören?“ erkennen. Ihre Antwort, „daß jemand der meint, etwas werde von oben diktiert, neige wohl zum Obrigkeitsdenken“ spricht entweder von einem Abtauchen in eine andere Welt oder einer bewußten Verdrehung von Sachverhalten. Ja, die Obrigkeit meint, den Bürgern vorschreiben zu können, welchen Sprachunsinn diese zu folgen haben. Die vermeintlichen „Anregungen“ der Redaktionen über die Sprechweise und die Anregungen der Bundesregierung in ihren bereits vor Jahren veröffentlichten Genderrichtlinien, die Bestandteil von § 2 der Allgemeinen Verwaltungsgeschäftsordnung sind, hat diese Genderfachfrau entweder nicht gelesen oder sie erzählt bewußt die Unwahrheit. Aber so ist das mit jeder Diktatur. Da geht es zu, wie bei den Kleinkindern, die „verkehrte Welt“ spielen. Der Unterschied zwischen dem Spiel der Kinder und der Realität einer Diktatur ist jedoch erheblich, das Spiel bereitet Freude, die Diktatur grenzt aus, beendet Existenzen und kann auch weitaus schlimmere Folgen haben.

Es gilt noch wachsamer zu sein und die bereits vorhandene Sprachdiktatur schnellstens zu beenden, ehe es nicht mehr nur um eine Sprechform geht.

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten

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