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Die EU finanziert lieber Krieg als kulturelle Brücken zum Frieden

Wieder einmal zeigt die EU‑Bürokratie in Brüssel, dass es ihr offenbar nicht um einen friedlichen Ausgleich zwischen den europäischen Völkern geht. Statt Wege der Verständigung zu suchen, befördert sie das Kriegsgeschehen in der Ukraine – vielleicht in der irrigen Annahme, Russland militärisch und wirtschaftlich in die Knie zwingen zu können.

Bis heute gibt es keine sichtbaren Hinweise darauf, dass die sich zunehmend allmächtig fühlende Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Versuch unternommen hätte, Gesprächskontakte zur russischen Regierung aufzunehmen. Dabei wäre es dringend notwendig, zumindest Ansätze zu finden, wie das Verhältnis zwischen den EU‑Staaten und Russland – das geografisch und historisch zu großen Teilen ebenfalls Europa ist – wieder in Richtung eines Miteinanders statt eines Gegeneinanders entwickelt werden könnte. Doch Frau von der Leyen und ihre Mitstreiter scheinen sich eher in der Rolle politischer Kriegstreiber zu gefallen, die den Konflikt auf allen Ebenen weiter befeuern.

Die Streichung der Fördermittel für die Kunstbiennale in Venedig ist aktuell ein weiterer Tiefpunkt dieser Politik. Vielleicht glaubt Frau von der Leyen tatsächlich, Russland damit empfindlich treffen zu können. Dabei übersieht sie, dass sie erneut Türen verschließt, die für eine positive Entwicklung zwischen den Völkern Europas dringend offen bleiben müssten. Die Ukraine scheint für sie zum politischen Werkzeug geworden zu sein, mit dem Russland besiegt werden soll. Das Ergebnis dieser Strategie sind bislang jedoch nur Tote – und ein zerstörtes Verhältnis zwischen europäischen Nachbarn, insbesondere zwischen Deutschland und Russland.

Der Leitung der Kunstbiennale in Venedig kann man nur dankbar sein, dass sie sich nicht von Brüssel bevormunden lässt und das tut, was in Zeiten eines Konflikts richtig ist: Kunst als Brücke zu nutzen, um Kontakte zu pflegen, zu denen Machtpolitiker offenbar nicht mehr fähig sind.