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Wer hinter Bornemann-Aktuell steht

Im Dezember 2020 veröffentlichte ich den ersten Kommentar auf meiner Internetseite Bornemann‑Aktuell. Er trug die Überschrift: „Ist der Bundestag für Frau Merkel nur noch Staffage?“ Damals ging es um die Frage, wie die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Klima erzeugte, in dem viele Bürger den Eindruck hatten, es gebe nur noch eine Regierungsmeinung und der Bundestag fungiere zunehmend als bloßes Abnick‑Gremium.

Damit war die Zielrichtung meiner Seite bereits angedeutet: Bornemann‑Aktuell ist kein Nachrichtenportal, sondern eine Plattform für persönliche politische Kommentare — die Stimme eines einzelnen Bürgers, der sich mit politischen Entwicklungen kritisch auseinandersetzt.

Seit 2020 veröffentliche ich nahezu täglich einen Kommentar zu aktuellen politischen Fragen. Ich beanspruche damit nicht, die Wahrheit gepachtet zu haben. Selbstverständlich gibt es andere Sichtweisen, andere Deutungen und andere Schlussfolgerungen. Aber ich halte es für notwendig, dass auch Stimmen gehört werden, die nicht erst durch Redaktionskonferenzen gefiltert werden und die Themen aufgreifen, die große Medien oft übergehen oder verkürzt darstellen.

Die Zugriffszahlen meines Providers zeigen, dass sich die Reichweite meiner Seite in den letzten Jahren erheblich erhöht hat — durchschnittlich rund 5.000 Seitenaufrufe täglich. Deshalb halte ich es für angemessen, darzulegen, wie ich arbeite: wie ich Themen auswähle, wie ich recherchiere und wie ich mich gegen Falschinformationen absichere.

Eine Anfrage bei einem großen KI‑Anbieter ergab folgende Einschätzung meiner Seite: „Bisher ist die Seite nicht durch klassische, grobe Falschmeldungen aufgefallen. Die Kritik bezieht sich eher auf die Art der Informationsaufbereitung, etwa selektive Faktenschau, zweifelhafte Quellen oder die Vermischung von Meinung und Tatsache.“

Diese Kritik nehme ich ernst. Als Einzelautor schreibe ich naturgemäß über Themen, die mich persönlich bewegen oder ärgern — und über Sachverhalte, bei denen ich den Eindruck habe, dass eine alternative Sichtweise notwendig ist. Aber ich halte mich an klare ethische Grundsätze. Begriffe wie Wahrheit und Klarheit sind für mich keine Schlagworte, sondern Maßstäbe. Sagbar ist alles, was nicht gegen das Strafgesetzbuch verstößt und niemanden vorsätzlich diffamiert. Ich gehöre keiner Partei an und vertrete keine Parteimeinung. Aus der CDU bin ich bereits vor Jahrzehnten ausgetreten, als sie unter Angela Merkel zunehmend in Richtung einer linksliberalen Sozialdemokratie driftete.

Oft wird vom „Qualitätsjournalismus“ gesprochen. Doch Qualität entsteht nicht allein durch institutionelle Zugehörigkeit, sondern durch Ausbildung, Erfahrung und Haltung. Wer für die Öffentlichkeit schreibt, muss Sachverhalte objektiv durchdringen können, darf sich nicht von Schlagworten leiten lassen und muss die Methode der Recherche beherrschen.

Mein beruflicher Hintergrund ist breit: Nach dem Studium der Sozialarbeit (Diplom) war ich in verschiedenen leitenden Funktionen tätig — zunächst als Geschäftsführer eines Kreisverbandes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, später beim Landesjugendamt Karlsruhe, danach beim DRK‑Landesverband Berlin als Assistent des Landesgeschäftsführers und schließlich als Hauptabteilungsleiter für die klassischen Rotkreuzdienste. Nach der Wende wechselte ich zum Malteser Hilfsdienst, zunächst als Diözesan‑Geschäftsführer, später als Landesgeschäftsführer in Dresden. Parallel dazu absolvierte ich ein Fernstudium Wirtschaftsphilosophie an der FernUniversität Hagen sowie eine sechssemestrige betriebswirtschaftliche Ausbildung bei AKAD. Diese beiden Qualifikationen ermöglichen mir, politische Entscheidungen sowohl ökonomisch als auch normativ zu analysieren. Nach meinem Ausscheiden aus dem MHD war ich zwei Jahre Stiftungsgeschäftsführer in Hamburg und anschließend 15 Jahre freiberuflicher Verfahrensbeistand in Sachsen.

Warum teile ich dies mit? Weil es zeigt, dass ich mir über Jahrzehnte einen breiten Überblick über das Funktionieren — und das Nichtfunktionieren — unserer Gesellschaft verschaffen konnte.

Meine Themen wähle ich frei, aber nicht beliebig. Ich greife Fragen auf, die wichtig sind und bei denen ich glaube, dass eine zusätzliche Perspektive notwendig ist. Meine Recherchen umfassen klassische Internetrecherche, schriftliche Anfragen, persönliche Rückfragen und die Prüfung von Primärquellen. Ich lese Bundestagsprotokolle, Gesetzestexte und verlasse mich nicht allein auf Medienberichte. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit sind die Bundestagsdebatten, die ich regelmäßig selbst anhöre.

Ich verfolge die klassischen Medien wie Deutschlandfunk, ARD und ZDF, aber auch alternative Angebote wie Kontrafunk oder NIUS. Quellen aus alternativen Medien verwende ich nur, wenn ich sie durch andere Quellen überprüft habe.

Meine journalistische Arbeit folgt dem Grundsatz, dass demokratische Kultur von informierten Bürgern lebt. Medienkritik ist notwendig, um Transparenz zu schaffen. Politische Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein — was sie leider nicht immer sind. Ich arbeite rechtsstaatlich, analytisch und faktenorientiert, ohne parteipolitische Bindung.

Natürlich habe ich eine eigene Meinung — und ich vertrete sie. Aber ich überstülpe sie niemandem.

Abschließend sei betont: Ich nutze KI ausschließlich als Lektorat, nicht als Autor. Inhalte, Recherchen und Argumente stammen vollständig von mir. Die KI glättet Formulierungen, verbessert Übergänge und schärft die Struktur — so, wie es in jeder Redaktion Aufgabe eines Lektors wäre. Als Einzelautor ist dies eine wertvolle Unterstützung.

Ich werde Bornemann‑Aktuell weiterführen und freue mich über jeden Leser, der sich kritisch mit meinen Texten auseinandersetzt. Kritik ist willkommen — ebenso wie die Rückmeldung, dass ein Kommentar zum Nachdenken angeregt hat.

Ich schreibe, weil ich überzeugt bin, dass Demokratie nicht von Zustimmung lebt, sondern von mündiger Kritik.

Abschließend sei erwähnt, dass ich inzwischen 81 Jahre alt bin. Nur so lässt sich erklären, dass ich die hier beschriebenen beruflichen Stationen und Erfahrungen über viele Jahrzehnte hinweg sammeln konnte. Sie bilden den Hintergrund, aus dem heraus ich heute schreibe.

 

Von Bornemann

Dipl.- Sozialarbeiter
Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten
Studium Sozialarbeit
AKAD Management-Fernstudium
Ergänzungsstudium Wirtschaftsphilosphie

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